Jelena Rybakina feiert zweiten Triumph beim Porsche Grand Prix
Die zweifache Grand-Slam-Siegerin Jelena Rybakina hat ihre Favoritenrolle beim erstklassig besetzten Tennis-Turnier in Stuttgart eindrucksvoll bestätigt. Die Weltranglisten-Zweite aus Kasachstan krönte sich am 19. April 2026 zum zweiten Mal nach 2024 zur Siegerin des Porsche Grand Prix und setzte sich im Finale mit 7:5, 6:1 gegen die Tschechin Karolina Muchova durch.
Dominante Leistung im Endspiel vor ausverkaufter Halle
Vor 4.400 Zuschauern in der voll besetzten Stuttgarter Halle zeigte Rybakina zunächst eine überragende Leistung. Die Australian-Open-Siegerin von Anfang des Jahres schien den ersten Satz glatt zu gewinnen, als sie mit 5:3 führte und auf ihren eigenen Aufschlag zum Satzgewinn kam. Doch in diesem Moment erlaubte sich die Wimbledon-Champion von 2022 eine ungewöhnliche Schwächephase.
Die Weltranglisten-Zwölfte Muchova nutzte diese Gelegenheit und brach Rybakinas Aufschlag, um anschließend zum 5:5 auszugleichen. In dieser kritischen Phase bewies die Kasachin jedoch ihre mentale Stärke und gewann den ersten Satz dennoch mit 7:5. Dieser Erfolg verlieh ihr zusätzliches Selbstvertrauen für den weiteren Verlauf des Matches.
Souveräner Zweitsatz sichert den Gesamtsieg
Im zweiten Durchgang startete Rybakina ähnlich dominant wie zu Beginn der Begegnung und wurde mit fortschreitender Spielzeit immer souveräner. Ihr kraftvolles und druckvolles Power-Tennis ließ der Tschechin kaum Raum für eigene Initiativen. Muchova, die zuvor mit Siegen über Coco Gauff aus den USA und die Ukrainerin Jelina Switolina zwei Top-Ten-Spielerinnen ausgeschaltet hatte, fand keine Antwort auf Rybakinas überlegene Spielweise.
Mit dem klaren 6:1 im zweiten Satz sicherte sich die 26-jährige Kasachin ihren insgesamt 13. Turniersieg auf der WTA-Tour. Es war zugleich ihr erster Titelgewinn seit ihrem Triumph bei den Australian Open Ende Januar 2026 in Melbourne.
Deutsche Teilnehmerinnen scheitern frühzeitig
Während Rybakina den Turniersieg feierte, mussten die deutschen Tennisspielerinnen enttäuschende Ergebnisse hinnehmen. Von den ursprünglich fünf Starterinnen im Hauptfeld schafften es nur Laura Siegemund und Eva Lys ins Achtelfinale des mit über einer Million Euro Preisgeld dotierten Hallen-Sandplatzturniers.
Keine deutsche Spielerin erreichte das Viertelfinale, was die starke internationale Konkurrenz bei diesem hochkarätig besetzten Event unterstrich. Als Nachfolgerin der lettischen Vorjahressiegerin Jelena Ostapenko wurde Rybakina nicht nur mit einem Preisgeld von 161.310 Euro belohnt, sondern erhielt zusätzlich einen Sportwagen des Titelsponsors Porsche.
Der Sieg in Stuttgart festigte Rybakinas Position als eine der derzeit dominantesten Spielerinnen im Damen-Tennis und unterstrich ihre besondere Vorliebe für das Stuttgarter Turnier, bei dem sie nun bereits zwei ihrer 13 Karrieretitel errungen hat.



