17 Jahre Drogensucht: Wie Leon den Weg zurück ins Leben fand
17 Jahre Drogensucht: Leons Weg zurück ins Leben

Leon* war drogenabhängig und obdachlos, wurde mehrfach zu Haftstrafen verurteilt. Heute ist er clean, arbeitet und engagiert sich als Bergretter. Den Auslöser für seinen Ausstieg bildete ein Gerichtsurteil der Funke Mediengruppe.

Der tiefe Fall: 17 Jahre im Sog der Drogen

Bereits als Zwölfjähriger konsumierte Leon in einem sächsischen Jugendclub. Er begann mit Cannabis und Alkohol, nahm in den Folgejahren vor allem synthetische Drogen wie Crystal Meth. „17 Jahre ging es bergab“, sagt Leon. Er verlor den Führerschein, flog zu Hause raus, lebte drei Jahre auf der Straße. Für die Drogen brach er in Häuser ein und stahl. Viermal saß er in Haft, das längste Mal für neun Monate.

Der Wendepunkt: Eine Verurteilung als Chance

Den Absprung schaffte er erst, als sich das Umfeld änderte. Der Grund: eine weitere Verurteilung. Ein Jahr und acht Monate Haft oder eine Entgiftung mit anschließender Therapie – das waren die Optionen, vor denen er 2014 stand. Er entschied sich für Letzteres, obwohl er vom Erfolg nicht überzeugt war. „Ich habe gedacht, du machst die Therapie – und dann kannst du wieder zurück“, erinnert er sich. Doch es kam anders.

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Im Diakonie-Krankenhaus in Elbingerode gelang ihm der Absprung. Nach der Therapie blieb er clean, fand Arbeit und engagiert sich heute als Bergretter. Rückblickend sagt Leon: „Ich lag da und dachte: Jetzt bist du 26 und hast nichts, nicht mal einen Schlüssel. Nur die Kleidung, die du gerade anhast.“ Ein Gedanke, den er nicht aushalten konnte. „Ich bin wieder los und habe weitergemacht.“

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