HSV verlängert mit Profi durch Wechsel-Trick und spart Kosten
HSV verlängert mit Profi durch Wechsel-Trick

Der Hamburger SV hat einen ungewöhnlichen Weg gefunden, um die Vertragsverlängerung eines Profis zu realisieren und gleichzeitig Kosten zu sparen. Durch einen Wechsel des Spielers innerhalb des Vereins – von der ersten Mannschaft in die zweite Mannschaft oder umgekehrt – umgeht der Klub die Gehaltsgrenzen und spart gleichzeitig Gehaltskosten. Dies berichtet die Bild-Zeitung.

Wie funktioniert der Trick?

Der HSV nutzt eine Regelung im Lizenzierungsverfahren der DFL. Demnach zählen Verträge von Spielern, die in der zweiten Mannschaft eingesetzt werden, nicht zum Lizenzspieler-Etat. Indem der Klub den Profi offiziell in die zweite Mannschaft versetzt, fällt sein Gehalt aus der Gehaltsobergrenze für die Lizenzspieler-Abteilung heraus. Gleichzeitig kann der Spieler weiterhin in der ersten Mannschaft trainieren und bei Bedarf eingesetzt werden.

Konkreter Fall: Vertragsverlängerung mit einem Profi

Laut Bild hat der HSV diesen Trick bereits angewendet, um den Vertrag mit einem Profi zu verlängern. Der Name des Spielers wird nicht genannt, aber es soll sich um einen Akteur handeln, dessen Vertrag im Sommer ausgelaufen wäre. Durch die interne Versetzung konnte der HSV das Gehalt des Spielers aus dem Lizenzspieler-Budget herausnehmen und so die Kosten senken.

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Ein Sprecher des HSV äußerte sich auf Nachfrage der Bild nicht konkret zu dem Fall, betonte aber: „Der HSV hält sich selbstverständlich an alle Regularien der DFL und des DFB. Vertragsgestaltungen erfolgen stets im Rahmen der geltenden Bestimmungen.“

Auswirkungen auf den Kader und die Finanzen

Der Trick ermöglicht es dem HSV, sein Gehaltsbudget zu entlasten und gleichzeitig einen erfahrenen Spieler im Kader zu behalten. Dies ist besonders wichtig, da der Klub in der 2. Bundesliga um den Aufstieg kämpft und auf jeden erfahrenen Spieler angewiesen ist. Allerdings könnte die Praxis bei der DFL auf Kritik stoßen, da sie den Geist der Regelung untergräbt, die eigentlich die finanzielle Solidität der Klubs sicherstellen soll.

Ein Beispiel: Der HSV spart durch diese Konstruktion schätzungsweise mehrere Hunderttausend Euro pro Jahr. Dieses Geld kann dann in andere Bereiche investiert werden, etwa in die Verpflichtung neuer Spieler oder die Verbesserung der Infrastruktur.

Reaktionen und mögliche Konsequenzen

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) prüft derzeit, ob diese Praxis mit den Lizenzierungsregeln vereinbar ist. Sollte die DFL zu dem Schluss kommen, dass der HSV gegen die Regeln verstoßen hat, drohen dem Klub Sanktionen. Bislang hat die DFL jedoch keine offizielle Stellungnahme zu dem konkreten Fall abgegeben.

Experten sehen den Trick kritisch. „Wenn der HSV tatsächlich einen Spieler in die zweite Mannschaft versetzt, nur um Gehaltsgrenzen zu umgehen, dann ist das ein klarer Verstoß gegen den Geist der Lizenzierungsordnung“, sagte ein Sportrechtsexperte der Bild. „Die DFL sollte hier genau hinschauen und gegebenenfalls nachbessern.“

Trotz der möglichen Risiken ist der HSV offenbar bereit, diesen Weg zu gehen, um sich sportliche und finanzielle Vorteile zu verschaffen. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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