Bei einem Besuch in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Siegburg ist es zu einer heftigen Massenschlägerei zwischen verfeindeten Rockergruppen gekommen. Mitglieder der Bandidos und Hells Angels prallten im Besucherraum aufeinander, woraufhin Fäuste, Stühle und Tische flogen. Frauen schrien, Kinder gerieten in Panik. Die genauen Hintergründe der Auseinandersetzung sind noch unklar, doch bekannt ist, dass beide Gruppen als verfeindet gelten.
Eskalation im Besucherraum
Die Schlägerei ereignete sich während der regulären Besuchszeit. Laut Berichten von Augenzeugen eskalierte die Situation binnen Sekunden. „Es war, als ob ein Krieg ausbrach. Stühle und Tische flogen durch die Luft, alle schrien“, schilderte ein Besucher die Szene. Das Personal der JVA griff ein, um die Streitenden zu trennen. Trotz der Heftigkeit der Auseinandersetzung wurde keine Polizei gerufen. Dies wirft Fragen auf, da solche Vorfälle normalerweise sofort gemeldet werden.
Keine Polizei vor Ort
Die JVA Siegburg bestätigte den Vorfall, äußerte sich aber nicht zu den Gründen, warum auf eine Alarmierung der Polizei verzichtet wurde. „Die Situation wurde durch das Personal unter Kontrolle gebracht“, hieß es lediglich. Die Insassen, die an der Schlägerei beteiligt waren, wurden disziplinarischen Maßnahmen unterzogen. Details zu den Verletzungen liegen nicht vor. Die Rockergruppen Bandidos und Hells Angels sind in Deutschland für ihre Rivalität bekannt, die immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führt.
Hintergrund der Rivalität
Die Fehde zwischen Bandidos und Hells Angels besteht seit Jahrzehnten und hat bereits mehrfach zu blutigen Konflikten geführt. In der JVA Siegburg sitzen Mitglieder beider Gruppen aufgrund verschiedener Straftaten ein. Der Besuchstag war offenbar der Auslöser für das Aufeinandertreffen. Die genauen Umstände, wie es zu der Begegnung kam, werden derzeit von der Anstaltsleitung untersucht. Sicherheitsmaßnahmen in der JVA sollen überprüft werden, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.



