Vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl im September appellieren Klimaschützer an die Politik, mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderwärmung zu zeigen. Bei einer Protestaktion vor dem Landesparlament sagte die Fridays-For-Future-Aktivistin Luisa Neubauer: „Berlin könnte eine Stadt werden, die andere Städte inspiriert – oder eine Stadt, die abschreckt.“
Klimaziele 2030: Verkehr als Sorgenkind
„Die Berliner Klimaschutzziele 2030 werden nach derzeitigem Stand nicht erreicht“, sagte Felix Creutzig von den Scientists for Future. Sorgenkind bleibe der Verkehr. Daher bedarf aus seiner Sicht etwa höherer Gebühren für den Bewohnerparkausweis, einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, Investitionen in die Fahrradwege sowie eine emissionsfreie Innenstadt 2035.
Forderungen von Schülern und Studenten
Schülerin Annkatrin Schwirten von Fridays For Future Berlin forderte zudem nachhaltige Sanierungen von Bildungseinrichtungen sowie erneuerbare Wärme- und Energiequellen bis 2035. Jette Arndt vom Bündnis „Campus Sanieren“ der Technischen Universität sprach sich dafür aus, dass das Thema Nachhaltigkeit in der Lehre stattfinden solle.
Gesundheit und Klimawandel
Katharina de Grille von den Midwives for Future merkte an, dass der Klimawandel und Hitze gravierende Folgen für die Gesundheit haben. Daher seien Katastrophen- und Hitzeschutzpläne, Informationskampagnen sowie Forschung notwendig. „Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“, sagte die Hebamme.



