Toter Säugling in Renningen: Mutter nach Babyleichen-Fund verhaftet
Renningen: Mutter nach Fund toten Babys verhaftet

Nach dem Fund einer Babyleiche in Renningen bei Stuttgart ist die Mutter des Kindes verhaftet worden. Die 32-jährige Frau wird verdächtigt, ihren drei Monate alten Jungen getötet und eine Entführung des Säuglings vorgetäuscht zu haben. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die Frau wurde am Morgen festgenommen; ein Haftrichter am Amtsgericht Stuttgart erließ Haftbefehl und wies sie in eine Justizvollzugsanstalt ein.

Ermittlungen erweitert: Von Entführung zu Tötungsverdacht

Gegen die Frau wurde bereits zuvor ermittelt, weil sie verdächtigt wurde, ihr Kind selbst abgelegt und eine Entführung vorgetäuscht zu haben. Nun erweiterten die Behörden diesen Verdacht auf Tötung. Es bleibt unklar, ob die Frau sich zu den Vorwürfen äußert. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass die Ermittlungen andauern.

Keine Hinweise auf Entführung – DNA-Abgleich bestätigt Identität

Das tote Kind war am Freitag nach einer stundenlangen Suchaktion mehrere Hundert Meter vom Wohnhaus der Mutter entfernt entdeckt worden. Die Frau hatte ausgesagt, ihr Baby sei am späten Abend zuvor in einem unbeaufsichtigten Moment aus seinem Kinderwagen verschwunden. „Im Zuge der bisherigen Ermittlungen konnten keinerlei Hinweise auf eine Entführung des Säuglings erlangt werden“, teilte die Polizei mit. Auch während der Suche und nach dem Fund hatte sich die Polizei stets gegen den Begriff der Entführung gewehrt.

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Tagelang war unklar, ob es sich bei dem gefundenen toten Säugling um den vermissten drei Monate alten Jungen handelte. Dies sei nun zweifelsfrei geklärt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das Baby wurde durch einen DNA-Abgleich identifiziert.

Todesursache weiter unklar – Vaterrolle nicht bekannt

Trotz der Obduktion vom Dienstag bleibt die genaue Todesursache des Jungen offen. Es ist unklar, ob er getötet wurde, durch einen Unfall starb oder ob ein plötzlicher Kindstod vorliegt. „Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei dauern an“, erklärten die Ermittler. Polizei und Staatsanwaltschaft machen bislang keine Angaben zur Rolle des Vaters des Kindes. Die Vermisstenanzeige hatten die Eltern am Donnerstag vergangener Woche kurz vor Mitternacht gestellt.

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