Profiler schildert grausame Tatdetails
Im Prozess um den getöteten achtjährigen Fabian hat ein Profiler detailliert beschrieben, wie der Junge aus seiner Wohnung gelockt, zum späteren Fundort gebracht, erstochen und sein Leichnam schließlich angezündet wurde. Der Ermittler geht von einer sorgfältig geplanten Tat aus. Die seltene Kombination der Gewaltformen und der Versuch, das Opfer zu „depersonalisieren“, werfen ein bedrückendes Licht auf das Motiv.
Unbedingter Tötungswille als zentrales Merkmal
„Wer einen Leichnam anzündet, hat unbedingten Tötungswillen“, erklärte der Profiler. Das Anzünden des Körpers diene dazu, Spuren zu vernichten und das Opfer seiner Identität zu berauben. Diese Handlung zeuge von einer tiefen emotionalen Distanz zum Opfer und einem hohen Maß an Planung.
Schritt-für-Schritt-Rekonstruktion der Tat
Der Profiler rekonstruierte die Tat Schritt für Schritt: Zunächst sei Fabian aus der Wohnung gelockt worden – vermutlich durch eine Person, die er kannte. Anschließend wurde er zum späteren Fundort gebracht, wo die Tötung durch mehrere Messerstiche erfolgte. Nach dem Tod wurde der Leichnam angezündet, um Beweise zu beseitigen.
Depersonalisierung als Hinweis auf Täter-Opfer-Beziehung
Besonders bemerkenswert ist der Versuch, Fabian zu „depersonalisieren“, also seiner Individualität zu berauben. Dies deute darauf hin, dass der Täter eine enge Beziehung zu dem Jungen hatte und diese bewusst auslöschen wollte. Die Kombination von Tötung und anschließender Brandlegung sei selten und weise auf eine besondere psychologische Disposition des Täters hin.
Ermittler ziehen Rückschlüsse auf Motiv
Aus den Details zieht der Ermittler Rückschlüsse auf das Motiv: Es handele sich nicht um eine spontane Affekttat, sondern um eine geplante Handlung mit dem Ziel, das Opfer vollständig zu vernichten. Die genauen Hintergründe werden weiterhin im Prozess untersucht.



