Prostatakrebs: Diese Symptome sollten Männer kennen und ernst nehmen
Prostatakrebs: Symptome, die Männer kennen sollten

Mit knapp 80.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Das Risiko steigt vor allem ab dem 50. Lebensjahr deutlich an. Die Erkrankung entwickelt sich oft langsam und bleibt lange unbemerkt. Viele Männer über 75 Jahre tragen sogar einen bösartigen Tumor in der Prostata, ohne jemals Beschwerden zu bemerken. Gerade deshalb wird Prostatakrebs häufig erst durch Vorsorgeuntersuchungen entdeckt.

Symptome, die Männer ernst nehmen sollten

Prostatakrebs verursacht in frühen Stadien oft keine eindeutigen Symptome, wie FITBOOK berichtete. Mögliche Anzeichen können Beschwerden beim Wasserlassen, Blut im Sperma oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sein. Solche Beschwerden können auch auf eine Entzündung oder gutartige Vergrößerung der Prostata hinweisen – sie sollten auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden.

Entscheidend ist das Stadium

Für die Heilungschancen spielt vor allem eine Rolle, in welchem Stadium der Tumor entdeckt wird. Wird Prostatakrebs früh erkannt, lässt er sich heute in vielen Fällen erfolgreich behandeln. Viele Betroffene leben über lange Zeit mit dem Tumor, ohne an ihm zu versterben. Laut dem Zentrum für Krebsregisterdaten des Robert Koch-Instituts leben fünf Jahre nach ihrer Diagnose noch 92 von 100 Patienten. Nach zehn Jahren sind es noch 89. Hat sich der Krebs bereits in andere Bereiche des Körpers ausgebreitet, gilt er derzeit meist als nicht heilbar. Moderne Therapien ermöglichen jedoch häufig ein längeres Leben bei guter Lebensqualität.

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Therapie wird individuell gewählt

Nicht jeder Prostatakrebs muss sofort behandelt werden. Bei langsam wachsenden Tumoren kann eine engmaschige Überwachung ausreichen. Ist der Tumor auf die Prostata begrenzt, kommen meist Operation oder Bestrahlung infrage. Da beide Behandlungen langfristige Folgen wie Harninkontinenz oder Impotenz verursachen können, wird die Therapie individuell angepasst.

Früherkennung bleibt zentral

Experten empfehlen Männern ab 45 Jahren, sich über die Möglichkeiten der Früherkennung beraten zu lassen. Gesetzlich Versicherte haben ab diesem Alter Anspruch auf eine jährliche Untersuchung beim Urologen. Zur Vorsorge gehören zunächst ein Gespräch und das Abtasten der Prostata. Nach einem Aufklärungsgespräch ist zusätzlich ein PSA-Test möglich (keine Kassenleistung). Zeigen sich dabei Auffälligkeiten, folgen weitere Untersuchungen, um die Diagnose zu sichern und die passende Behandlung zu planen.

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