Wochenend-Newsletter: Die Krux mit der inneren Uhr und mehr
Wochenend-Newsletter: Die Krux mit der inneren Uhr

Die innere Uhr der Beschäftigten rückt als möglicher Schlüssel zur Steigerung der Wirtschaftsleistung in den Fokus. Forscher sehen in der chronobiologischen Typisierung von Arbeitnehmern in „Lerchen“ und „Eulen“ einen Ansatzpunkt, um Produktivitätsdefizite zu beheben. Laut Handelsblatt-Wochenendressortleiterin Claudia Panster könnten Unternehmen ihre Arbeitszeiten stärker an die genetisch bedingten Leistungshochs der Mitarbeiter anpassen. Allerdings seien nur etwa 20 Prozent der Menschen „Lerchen“, also Frühaufsteher, während der Rest eher zu den „Eulen“ zählt, die abends aufblühen.

Wissenschaftliche Grundlage der Chronobiologie

Die Einteilung in Lerchen und Eulen basiert auf der Chronobiologie, die den Einfluss der inneren Uhr auf Leistungsfähigkeit und Gesundheit untersucht. Diese genetisch determinierte Uhr ist kaum veränderbar und bestimmt, zu welchen Tageszeiten Menschen optimale kognitive und körperliche Leistungen erbringen. Die Handelsblatt-Redaktion beruft sich auf Forschungsergebnisse, die nahelegen, dass eine an die Chronobiologie angepasste Arbeitsorganisation die Effizienz steigern könnte. Franziska Telser hat in einem Beitrag die Frage untersucht, welche Kernarbeitszeit sinnvoll ist und wie Unternehmen der inneren Uhr ihrer Beschäftigten Rechnung tragen können.

Milliardenmarkt Kollagen: Schönheit zum Anrühren

Parallel dazu beleuchtet Annika Keilen den boomenden Markt für Kollagenpräparate. Trotz fehlender wissenschaftlicher Belege für die versprochene Hautverjüngung wächst der Umsatz rasant. Die Verbraucherzentrale warnt: „Aussagekräftige Belege dafür, dass Nahrungsergänzungsmittel mit Kollagen die Haut von innen pflegen und dadurch Alterserscheinungen aufhalten oder sichtbar rückgängig machen, sind Fehlanzeige.“ Dennoch investieren Verbraucher weltweit Milliarden in das weiße Pulver. Die Frage nach den Treibern dieses Marktes bleibt spannend.

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Chinesisches Mega-Kraftwerk im Himalaja

In China entsteht unter größter Geheimhaltung ein Kraftwerk gigantischen Ausmaßes. Timm Seckel hat auf Basis von Social-Media-Berichten, wissenschaftlichen Artikeln und Satellitenbildern die Dimensionen des Projekts am Yarlung Tsangpo in Tibet rekonstruiert. Das hohe Erdbebenrisiko im Himalaja gilt als eine der größten Herausforderungen. Peking hält sich bedeckt zu Lage, Technologie und Umsiedlungsplänen.

Fleischkäsebrötchen: Der deutsche Big Mac für einen Euro

Sebastian Dalkowski erklärt das Phänomen des Fleischkäsebrötchens der Supermarktkette Globus, das seit Einführung des Euros konstant einen Euro kostet. Mit 30 Millionen verkauften Stück pro Jahr übertrifft es fast im Alleingang die empfohlene Wochenhöchstgrenze für Fleischkonsum. Der Preis bleibt trotz Inflation stabil – ein Rätsel, das Dalkowski löst.

Luxusimmobilien in Paris: Die Kardashians der Immobilien

Tanja Kuchenbecker berichtet über die steigende Nachfrage nach Luxusimmobilien in Paris, angetrieben durch die Netflix-Serie „L’Agence“ und die Familie Kretz. Olivier und Sandrine Kretz mit ihren vier Söhnen gelten als „Kardashians der Immobilien“ und haben den Markt belebt. Zwei weitere Gründe für den Boom werden genannt.

Populismus in den USA: Interview mit Christina Morina

Die Historikerin Christina Morina, Autorin von „Das amerikanische Beben“, warnt im Gespräch mit Sven Prange und Jens Münchrath: „Man kann den Populismus nicht mit seinen eigenen Waffen schlagen.“ Sie sieht Donald Trump nicht als Ursache, sondern als Ausdruck eines grundlegenden Problems der USA. Die Gefahren für die Demokratie und ein mögliches Ende des Trump-Spuks werden diskutiert.

Weinerlebnis: Fünf Fragen an den Sommelier

In der gehobenen Gastronomie ist die Weinkarte essenziell. Die Kollegen von Henris Edition haben fünf Fragen zusammengestellt, die bei der Wahl des richtigen Weins helfen. Stephan Nitzsche, dessen Weinkarte für das Restaurant L. A. Jordan als eine der besten gilt, gibt Einblicke.

Ferrari Amalfi: Türkis statt Rot

Lukas Bay testet den Ferrari Amalfi in Metallic-Türkis, der an die italienische Amalfi-Küste erinnert. Der Gran Turismo beweist, dass Ferrari auch klassisch kann – ohne rot sein zu müssen. Die Farbe ist für viele Käufer ein entscheidendes Kriterium.

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Marathon-Gleichnis: Kolumne von Thorsten Firlus

Thorsten Firlus erklärt in seiner Kolumne, warum der Marathon als Gleichnis für zähe, anstrengende Prozesse ungeeignet ist. Ein gut vorbereiteter Marathon erfordere Krafteinteilung, nicht Durchhaltevermögen um jeden Preis.

Rheinmetall-Aktie: Kurseinbruch nach Fregatten-Aus

Ulf Sommer analysiert die Rheinmetall-Aktie, die nach dem Stopp des Fregattenprojekts durch das Verteidigungsministerium bis zu 20 Prozent verlor. Trotz der Misere raten Analysten weiterhin nicht zum Verkauf. Die langfristige Zuversicht bleibt ungebrochen.

Fifa-Regeln: Clean-Site-Prinzip kontraproduktiv

Nell Rubröder zeigt im Video der Woche, wie die strengen Exklusivitätsregeln der Fifa bei der Fußball-WM Unternehmen zu kreativen Werbeaktionen anstacheln. Das Clean-Site-Prinzip schützt Sponsoren, provoziert aber auch Gegenreaktionen.