Die sommerlichen Temperaturen in Berlin führen derzeit zu einem deutlichen Anstieg hitzebedingter Notfälle bei Kindern. In den Rettungsstellen der Vivantes-Kliniken werden vermehrt junge Patientinnen und Patienten mit Symptomen wie starken Kopfschmerzen, Fieberkrämpfen oder Kreislaufkollaps behandelt. Eine Sprecherin des Klinikbetreibers bestätigt: Die Diagnose lautet häufig Hitzschlag, Überhitzung oder Kreislaufprobleme.
Warum Kleinkinder besonders gefährdet sind
Besonders betroffen sind Kleinkinder. Ihr Körper ist noch nicht in der Lage, Temperaturunterschiede effektiv auszugleichen. Hinzu kommt, dass der Kopf im Verhältnis zum Körper groß ist und sich daher schneller aufheizt. Genau diese Kombination kann problematisch werden: Wenn der Kopf ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist, droht ein Sonnenstich. Dabei überhitzt das Gehirn, die Temperaturregulation gerät außer Kontrolle. Typische Anzeichen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Benommenheit – in schweren Fällen sogar Bewusstseinsstörungen.
Schon kurze Sonnenexposition reicht
In den Berliner Kliniken zeigt sich, wie schnell es gehen kann. Bereits eine kurze Zeit in der prallen Sonne – vor allem mittags – kann ausreichen. Kinder merken oft zu spät, dass ihnen schwindelig wird oder sie sich unwohl fühlen. In Einzelfällen wurde sogar eine Hirnhautentzündung (Meningitis) bei hitzebelasteten Kindern festgestellt, wenngleich dies die Ausnahme bleibt. Die Hitze kann den Körper derart schwächen, dass Krankheitserreger leichteres Spiel haben.
Einfache Schutzmaßnahmen gegen Hitzenotfälle
Für Ärzte ist daher klar: Der Kopf muss geschützt werden. Eine Kappe oder ein Sonnenhut verhindert, dass sich das Gehirn zu stark aufheizt. Zusätzlich sind Aufenthalte im Schatten, ausreichendes Trinken und das Meiden der Mittagssonne essenziell. Die Fälle aus den Berliner Kliniken verdeutlichen: Die größte Gefahr geht von der Hitze selbst aus. Wer den Kopf schützt, senkt das Risiko für schwere gesundheitliche Folgen erheblich und kann einen Notfall verhindern.



