Hungerstreik vor Kanzleramt: Zehn Männer trotzen 40-Grad-Hitze
Hungerstreik vor Kanzleramt bei 40 Grad

Berlin erlebt am Wochenende Temperaturen von über 40 Grad Celsius – doch zehn Männer vor dem Kanzleramt lassen sich davon nicht abschrecken. Sie sind seit Tagen im Hungerstreik, um gegen das aserbaidschanische Regime zu protestieren. Angeführt wird die Gruppe von Orkhan Hasanli, der bereits seit Wochen auf Nahrung verzichtet.

Protestcamp direkt vor der Regierungszentrale

Die Aktivisten haben ihr kleines Protestcamp unmittelbar vor dem Kanzleramt aufgeschlagen. Mit Transparenten und Plakaten machen sie auf die Menschenrechtslage in Aserbaidschan aufmerksam. Trotz der extremen Hitze halten sie an ihrem Vorhaben fest. „Wir werden nicht aufgeben, bis die Welt hinsieht“, sagte Hasanli der Deutschen Presse-Agentur.

Die Temperaturen in Berlin sollen am Samstag und Sonntag auf über 40 Grad steigen. Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Hitzewarnung herausgegeben. Für die hungernden Männer bedeutet das eine zusätzliche Belastung. Mediziner warnen vor Kreislaufproblemen und Dehydrierung.

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Hintergrund des Protests

Die Demonstranten werfen der aserbaidschanischen Regierung Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen vor. Sie fordern die Freilassung politischer Gefangener und internationale Sanktionen. Der Hungerstreik ist als letztes Mittel gedacht, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Bislang hat die Bundesregierung nicht auf den Protest reagiert. Ein Sprecher des Kanzleramts erklärte lediglich, man beobachte die Situation. Die Polizei sichert das Camp ab, schreitet aber nicht ein, solange die Versammlung friedlich bleibt.

Gesundheitliche Risiken bei Extremhitze

Ärzte raten dringend davon ab, bei solchen Temperaturen auf Nahrung und Flüssigkeit zu verzichten. „Ein Hungerstreik bei 40 Grad ist lebensgefährlich“, sagte der Berliner Notarzt Dr. Klaus Weber. „Der Körper verliert bereits durch Schwitzen viel Flüssigkeit und Salz. Ohne Nahrung und ausreichend Wasser drohen Nierenversagen und Herzrhythmusstörungen.“

Die Aktivisten sind sich der Risiken bewusst, nehmen sie aber in Kauf. Sie haben sich ärztlich begleiten lassen und trinken zumindest Wasser, um zu überleben. Dennoch ist die Lage ernst.

Internationale Reaktionen

Menschenrechtsorganisationen haben den Hungerstreik unterstützt. Amnesty International forderte die Bundesregierung auf, sich für die Freilassung der politischen Gefangenen in Aserbaidschan einzusetzen. Auch die aserbaidschanische Opposition im Exil hat Solidaritätsbekundungen geschickt.

Ob der Hungerstreik Wirkung zeigt, bleibt abzuwarten. Die Männer vor dem Kanzleramt sind entschlossen, weiterzumachen – egal wie heiß es wird.

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