Am Freitag erreichten die Temperaturen in Berlin extreme Spitzenwerte. Die Redaktion des Tagesspiegels machte sich mit zwei Thermometern auf den Weg, um herauszufinden, wo es in der Stadt noch auszuhalten ist und wo man besser das Weite suchen sollte.
Der Bus M41 als kühle Oase
Um 11.15 Uhr maßen die Reporter im leeren Bus M41 bescheidene 15,5 Grad Celsius. Die Außentemperatur auf der Strecke vom Potsdamer Platz bis zum Brandenburger Tor betrug zeitgleich 30,8 Grad Celsius. Der Bus erwies sich damit als kühle Oase im heißen Berliner Stadtverkehr.
Plätze und Imbissbuden unter der Lupe
Neben dem Bus testeten die Journalisten auch die Temperaturen auf belebten Plätzen und in Imbissbuden. Während die Innenhöfe und schattigen Plätze noch erträgliche Werte zeigten, stiegen die Temperaturen in den engen Imbissbuden auf über 35 Grad Celsius. Die Betreiber klagten über die Hitze, die die Arbeit erschwere. „Wir haben alle Ventilatoren auf Hochtouren laufen, aber es ist trotzdem kaum auszuhalten“, sagte ein Imbissbetreiber.
Bahn und U-Bahn: Kaum besser
Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln war die Hitze spürbar. In der U-Bahn wurden Temperaturen um die 28 Grad Celsius gemessen, in der S-Bahn lagen sie teilweise bei 32 Grad Celsius. „Es ist eine Zumutung für die Fahrgäste“, kritisierte ein Fahrgastverband. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wiesen darauf hin, dass die Klimaanlagen in den älteren Fahrzeugen nicht ausreichen würden.
Fazit: Kühle Orte sind rar
Der Hitzetest zeigt, dass kühle Orte in Berlin an solchen Tagen rar sind. Der Bus M41 ist eine der wenigen Ausnahmen. Die Redaktion empfiehlt, bei großer Hitze auf klimatisierte Räume auszuweichen und viel zu trinken. Die Temperaturen sollen am Wochenende leicht sinken.



