München: 155-Meter-Hochhäuser in Neuhausen trotz Protesten genehmigt
München: 155-Meter-Hochhäuser trotz Protesten genehmigt

Der Bebauungsplan für das umstrittene Hochhausprojekt auf dem Gelände der früheren Paketposthalle in München-Neuhausen ist nun im Amtsblatt veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. Dies teilte das Münchner Referat für Stadtplanung und Bauordnung mit. Der Stadtrat hatte bereits im November vergangenen Jahres grünes Licht für das Vorhaben gegeben.

Zwei 155 Meter hohe Türme prägen künftig die Skyline

Das Projekt umfasst zwei 155 Meter hohe Türme sowie zwei niedrigere Hochhäuser. Auf dem 8,7 Hektar großen Areal sollen nach Angaben der Stadt 1200 Wohnungen und 3000 Arbeitsplätze entstehen. Die Höhe der Türme übertrifft damit deutlich das bisherige Höhenlimit von 100 Metern, das auf einen Bürgerentscheid aus dem Jahr 2004 zurückgeht. Dieser Entscheid war zwar nur ein Jahr rechtlich bindend, hatte aber bislang eine hohe symbolische Wirkung.

Jahrelanger Streit um das Bauprojekt

Um das Bauvorhaben wurde in der Landeshauptstadt über Jahre hinweg massiv gerungen. München ist traditionell zurückhaltend beim Bau von Hochhäusern. Gegner des Projekts hatten ein Bürgerbegehren angestrebt, das der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) jedoch im Januar für unzulässig erklärte. Die Maxime, dass Gebäude nicht höher als die Türme der Frauenkirche sein dürfen, wurde damit durchbrochen.

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„Das Projekt ist ein wichtiger Schritt für die Stadtentwicklung Münchens“, sagte ein Sprecher des Stadtplanungsreferats. „Wir schaffen dringend benötigten Wohnraum und Arbeitsplätze in zentraler Lage.“ Die Fertigstellung der ersten Gebäude ist für 2029 geplant.

Auswirkungen auf den Stadtteil Neuhausen

Die neuen Hochhäuser werden das Stadtbild von Neuhausen und der gesamten Münchner Skyline nachhaltig verändern. Kritiker befürchten eine Verschattung angrenzender Wohngebiete und eine Überlastung der Infrastruktur. Die Stadtverwaltung verweist dagegen auf umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen, darunter die Schaffung neuer Grünflächen und die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs.

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