Berliner Genossenschaften: Neubau von Wohnungen auf 15-Jahres-Tief
Berliner Genossenschaften: Neubau auf 15-Jahres-Tief

Der Wohnungsneubau in Berlin ist auch bei den Genossenschaften drastisch eingebrochen. Nach Angaben des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) wurden im Jahr 2025 nur noch 178 Genossenschaftswohnungen fertiggestellt – der niedrigste Wert seit 15 Jahren. Das entspricht einem Rückgang von 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Seit dem bisherigen Höchststand von 840 Fertigstellungen im Jahr 2018 ist die Zahl sogar um fast 80 Prozent eingebrochen“, teilte der BBU mit.

Ursachen des Rückgangs

Die Gründe für den Einbruch sind vielfältig. Neben den gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten, die den gesamten Wohnungsbau belasten, fehlt es den Genossenschaften zunehmend an Baugrundstücken. „Viele Vereine haben ihre Baulandreserven inzwischen weitgehend ausgeschöpft“, so der BBU. Neue Grundstücke auf dem freien Markt seien aufgrund der hohen Bodenpreise oft nur zu Konditionen verfügbar, die mit dem genossenschaftlichen Anspruch dauerhaft bezahlbarer Mieten nicht vereinbar sind.

Ausblick auf 2026

Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit etwa 160 Fertigstellungen – einem weiteren Rückgang von mehr als zehn Prozent im Vergleich zu 2025. Die Aussichten bleiben damit düster.

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Hohe Nachfrage bei geringem Leerstand

Die Nachfrage nach günstigen Genossenschaftswohnungen ist angesichts steigender Mieten bei Neuvermietungen ungebrochen hoch. Der Leerstand bei Wohnungsgenossenschaften lag Ende 2025 laut BBU bei lediglich 0,9 Prozent – deutlich unter dem Niveau der übrigen BBU-Mitgliedsunternehmen, zu denen landeseigene, kirchliche und private Anbieter gehören. „Viele Wohnungsgenossenschaften können deshalb schon heute keine neuen Mitglieder mehr aufnehmen“, warnt der Verband.

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