In Berlin-Pankow, dem familienreichsten Bezirk der Hauptstadt, fiebern viele Familien den Ergebnissen der Schulanmeldungen für die siebten Klassen entgegen. Die Auswertung für das Schuljahr 2026 zeigt nun, dass drei Schulen im Bezirk zu den begehrtesten in ganz Berlin gehören. Der Andrang war so groß, dass Hunderte von Anmeldungen abgelehnt werden mussten.
Die beliebtesten Schulen in Pankow
Laut der aktuellen Anmeldeauswertung sind das Rosa-Luxemburg-Gymnasium, das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium und die Kurt-Tucholsky-Grundschule (integrierte Sekundarschule) die Spitzenreiter. Sie verzeichneten die meisten Anmeldungen im Verhältnis zu den verfügbaren Plätzen. Insgesamt gab es in Pankow weit über 300 Ablehnungen, da die Kapazitäten der Schulen nicht ausreichten.
„Die Nachfrage nach Schulplätzen in Pankow ist ungebrochen hoch“, sagte ein Sprecher der Bezirksverwaltung. „Besonders die Gymnasien sind stark überlaufen.“
Neue und alte Favoriten
Während etablierte Schulen wie das Rosa-Luxemburg-Gymnasium weiterhin sehr gefragt sind, haben auch neuere Einrichtungen wie die Kurt-Tucholsky-Schule an Beliebtheit gewonnen. Die Auswertung zeigt, dass die Präferenzen der Eltern stabil bleiben, aber auch neue Trends sichtbar werden.
Die hohe Anzahl an Ablehnungen sorgt bei vielen Familien für Frust. „Wir hatten uns so sehr auf das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium gefreut, aber jetzt heißt es, dass kein Platz frei ist“, klagte eine Mutter aus Pankow. Der Bezirk versucht, mit zusätzlichen Klassen und provisorischen Lösungen zu reagieren, doch die Raumnot bleibt ein Problem.
Vergleich mit dem Vorjahr
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Anmeldungen leicht gestiegen. 2025 hatten sich rund 1.200 Kinder für die Gymnasien in Pankow beworben, 2026 waren es etwa 1.300. Die Zahl der Ablehnungen stieg von 280 auf über 300. Die Bezirksverwaltung kündigte an, die Situation zu analysieren und langfristige Maßnahmen zu ergreifen, um dem Ansturm gerecht zu werden.
Die endgültigen Platzvergaben werden in den kommenden Wochen erwartet. Viele Familien hoffen noch auf Nachrückverfahren oder Alternativangebote in benachbarten Bezirken.



