ADAC-Test: Gute Kinderfahrräder mit 24 Zoll, aber Schadstoffe und hohe Preise fallen auf
ADAC-Test: Kinderfahrräder gut, aber Schadstoffe und Preise auffällig

ADAC-Test: Viele gute Kinder- und Jugendfahrräder mit 24 Zoll, aber nicht alle überzeugen

Ein aktueller ADAC-Test hat Kinder- und Jugendfahrräder mit 24-Zoll-Laufrädern unter die Lupe genommen. Diese Räder eignen sich typischerweise für Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Modelle gut abschneiden, doch es gibt auch kritische Punkte wie Schadstoffe und hohe Preise.

Testsieger mit hohem Preis und gute Alternativen

Im fünfstufigen Bewertungssystem erreichte kein Modell die Note "sehr gut", aber elf Fahrräder wurden mit "gut" bewertet. Der klare Testsieger ist das Woom Explore 5 für rund 800 Euro, das in allen Prüfungen Bestnoten erhielt und eine Gesamtnote von 2,0 erzielte. Es war das einzige getestete Fahrrad mit Scheibenbremsen, die besonders bei Nässe für konstante Bremsleistungen sorgten.

Dahinter folgt das Cube Numove 240 Street für 599 Euro mit der Note 2,2. Das günstigste Modell mit "gut" ist das Axess LUU.24 EQ für 499,99 Euro (Note 2,3). Weitere gute Optionen sind das Winora Dash 24 für 529 Euro (2,3) und das KTM Wild Cross Street 24 für 549 Euro (2,3).

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Schadstoffe in Griffen und Sätteln

Trotz der insgesamt positiven Ergebnisse war die Schadstoffprüfung enttäuschend. In einem Modell für etwa 455 Euro fanden die Tester in den Griffen Stoffe, die als hochgradig krebserregend eingestuft sind. Dieses Fahrrad wurde daher auf die Gesamtnote 5,0 abgewertet und fiel mit "mangelhaft" durch.

Bei anderen Rädern wurden vor allem in den Sätteln Weichmacher nachgewiesen. In einigen Fällen führte dies zu einer Abwertung auf die Note 3,0, ohne jedoch die Gesamtnote zu beeinflussen. ADAC-Sprecher Fabian Faehrmann rät besorgten Eltern, Sattel oder Griffe gegen schadstofffreie Produkte auszutauschen. Der Testsieger war das einzige Modell, bei dem keinerlei Schadstoffe festgestellt wurden.

Zwei Modelle nur "befriedigend"

Zwei Fahrräder schnitten nur "befriedigend" ab. Das billigste Modell im Test für 267,98 Euro erhielt die Note 2,9, da es auf dem Bremsenprüfstand nicht die erforderliche Leistung nach Norm erreichte. Ein teureres Modell über 650 Euro (Note 2,7) zeigte Probleme mit der Pedalfreiheit: Schon bei geringer Schräglage berührten die Pedale den Boden, was die Sturzgefahr erhöht.

Tipps für den Kauf eines Kinderfahrrads

Eltern sollten beim Kauf auf mehrere Faktoren achten:

  • Gewicht und Zuladung: Leichtere Räder sind einfacher zu handhaben, aber eine hohe maximale Zuladung (über 50 kg) ist wichtig, damit das Fahrrad lange genutzt werden kann.
  • Flexibilität: Das Modell sollte auf verschiedene Körpergrößen einstellbar sein, um mit dem Kind mitzuwachsen.
  • Verkehrssicherheit: Achten Sie auf Reflektoren, Licht und eine Klingel gemäß Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Nicht alle Testmodelle waren ab Werk vollständig ausgestattet, sodass Nachrüstungen nötig sein können.

Der ADAC-Test unterstreicht, dass gute Kinderfahrräder verfügbar sind, aber Eltern auf Schadstoffe und Preise achten müssen, um eine sichere und langlebige Wahl zu treffen.

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