Wer seine Wohnung betritt und nur volle Regale sowie überquellende Schubladen und Schränke sieht, spürt schnell Druck statt Geborgenheit. Dabei soll das eigene Zuhause ein Ort zum Durchatmen sein. Minimalismus hilft, mehr Ruhe und Ordnung in die eigenen vier Wände zu bringen.
Der Gedanke hinter dem Wohntrend
Die Idee ist simpel: Reduktion auf das Wesentliche. Das bedeutet nicht, nichts zu besitzen, sondern nur das, was echten Mehrwert hat, so myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Wer anfangen will, kann mit ein paar klaren Schritten starten.
Unpersönliche Dekoration als erster Kandidat
Natürlich dürfen auch in einer minimalistischen Wohnung Fotos oder Pflanzen stehen – sie machen Räume lebendig und individuell. Doch Deko, die nur herumsteht und Staub sammelt, passt nicht ins Konzept. Dinge ohne Bezug oder Nutzen dürfen gehen. Was bleibt, ist das, was wirklich Freude macht.
Dubletten widersprechen dem Motto „Weniger ist mehr“
Ein Grundsatz des Minimalismus lautet: „Weniger ist mehr“. Wer ehrlich durch seine Küche geht, merkt schnell, wie oft sich Dinge doppeln. Mehrere Karaffen, zu viele Suppenschüsseln oder sogar zwei Waffeleisen – braucht man das alles wirklich? Fällt die Antwort klar aus, sollte man sich von überflüssigen Stücken trennen.
Bewusster Konsum spart späteren Frust
Nach dem Ausmisten ist vor dem Ausmisten. Wer einmal gründlich Ordnung schafft, merkt schnell, wie viel Geld in unnötigen Dingen steckt. Daher ist es am besten, sich bereits vor dem Kauf zu fragen, ob man das wirklich benötigt oder ob man einen solchen Haushaltsgegenstand längst besitzt.
Alte Kabel und Elektronik entsorgen
In einer digitalen Welt sammeln sich Kabel und Geräte rasend schnell an. Ein neues Smartphone hier, ein neues Tablet da – und das alte Ladegerät landet in der Schublade. Jetzt ist der richtige Moment, alte Kabel, kaputte oder veraltete Geräte auszusortieren. Auch Adapter, Fernbedienungen ohne Funktion sowie CDs, DVDs und Videospiele, die man nicht mehr nutzt, gehören dazu.
Badezimmer und Küche brauchen klare Kante
Im Badezimmerschrank verstecken sich oft abgelaufene Cremes, Parfüms und Make-up-Produkte. Was nicht mehr gut ist, kommt in den Müll. Ungeöffnete Produkte kann man weitergeben – sofern sie noch haltbar sind. In der Küche gilt dasselbe Prinzip: Abgelaufene Lebensmittel und leere Gewürzdosen haben keinen Platz in einem aufgeräumten Zuhause.
Zu viele Tassen blockieren Platz
Tassen sind kleine Verführer. Ein schönes Modell hier, ein Souvenir dort, ein Geschenk von Freunden – und schon quillt der Schrank über. Realistisch betrachtet braucht man nur so viele Tassen, wie es Münder im Haushalt gibt.
Teure Fehlkäufe müssen nicht bleiben
Fehlkäufe passieren in jeder Preisklasse. Doch ein hoher Preis ist kein Argument, etwas ewig aufzubewahren. Wer sich schwer trennt, kann versuchen, teure Produkte weiterzuverkaufen. Minimalismus heißt am Ende, Platz zu schaffen für das, was wirklich zählt – und Überflüssiges konsequent gehen zu lassen.



