Jetzt kaufen, später zahlen: Wann kleine Schulden gefährlich werden
Jetzt kaufen, später zahlen: Wann Schulden gefährlich werden

Die wachsende Beliebtheit von „Jetzt kaufen, später zahlen“

Die Zahlungsmethode „Jetzt kaufen, später zahlen“ erfreut sich in deutschen Onlineshops zunehmender Beliebtheit. Immer mehr Verbraucher nutzen die Möglichkeit, Waren sofort zu bestellen und erst später zu bezahlen. Doch was zunächst bequem erscheint, kann schnell zur finanziellen Falle werden. Viele Kunden übersehen die Risiken und geraten in eine Schuldenspirale, wenn sie die Raten nicht mehr bedienen können.

Warnsignale erkennen

Jan Welsch von S-Kreditpartner klärt bei „Money Mittwoch“ von BILD auf, welche Warnsignale Verbraucher unbedingt beachten sollten. Dazu zählen unter anderem wiederholte Zahlungsverzögerungen, die Nutzung von Dispokrediten für Ratenzahlungen oder das Eingehen mehrerer Ratenkäufe gleichzeitig. „Wenn Sie feststellen, dass Sie regelmäßig Zahlungen verschieben müssen oder Ihr Konto immer stärker überziehen, ist das ein klares Alarmsignal“, so Welsch.

Kleine Schulden – große Gefahr

Auch vermeintlich kleine Schulden können gefährlich werden. Welsch betont: „Selbst Beträge unter 100 Euro können bei Verzug zu hohen Mahngebühren und negativen Schufa-Einträgen führen.“ Die scheinbar geringe Summe verleite viele dazu, die Zahlung zu vernachlässigen. Dabei summieren sich Verzugszinsen und Gebühren schnell, sodass aus einer kleinen Restschuld eine erhebliche Belastung werden kann.

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So viel Kredit verträgt Ihr Konto

In einem weiteren Video erklärt der Experte, wie viel Kredit das eigene Konto verträgt. Grundregel: Die monatliche Rate sollte nicht mehr als zehn Prozent des Nettoeinkommens betragen. Auch die Gesamtverschuldung inklusive laufender Kredite sollte 40 Prozent des Jahreseinkommens nicht übersteigen. Wer diese Grenzen einhält, minimiert das Risiko einer Überschuldung.

Praktische Tipps für den sicheren Umgang mit Ratenkäufen

Verbraucher sollten vor jedem Ratenkauf prüfen, ob die monatliche Belastung langfristig tragbar ist. Welsch empfiehlt, ein Haushaltsbuch zu führen und alle fixen Ausgaben zu erfassen. Zudem sei es ratsam, Ratenkäufe nur für langlebige Güter wie Möbel oder Elektronik zu nutzen, nicht für den täglichen Konsum. „Ein neues Paar Schuhe auf Pump zu kaufen, ist selten eine gute Idee“, warnt der Experte.

Fazit: Bewusst konsumieren

Die Zahlungsoption „Jetzt kaufen, später zahlen“ bietet Flexibilität, birgt aber auch Tücken. Wer die Warnsignale kennt und seine Finanzen im Blick behält, kann die Vorteile nutzen, ohne in die Schuldenfalle zu tappen. Im Zweifel gilt: lieber einmal mehr durchrechnen, bevor man eine Verbindlichkeit eingeht.

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