Hannes Steinbach und Christian Anderson haben den Sprung in die NBA geschafft und werden künftig für das gleiche Team spielen: die Charlotte Hornets. Der 20-jährige Steinbach wurde beim NBA-Draft an Position 14 der ersten Runde ausgewählt, nur wenig später folgte Anderson an Position 18. Beide erhalten garantierte Verträge. Damit setzt sich der positive Trend deutscher Talente in der weltbesten Basketball-Liga fort.
Steinbach mit starkem College-Jahr und Nowitzki-Gruß
Steinbach hatte sich durch eine überzeugende Saison bei den Washington Huskies im College-Basketball für den Draft empfohlen. Zuvor spielte er in der Bundesliga für Würzburg. Nach seiner Wahl in der Barclays Center Arena in Brooklyn umarmte er unter anderem seinen Vater Burkhard, der in seiner aktiven Zeit mit Dirk Nowitzki für Würzburg gespielt hatte. Die deutsche Basketball-Legende schickte eine Videobotschaft: „Glückwunsch, mein Lieber. Ein weiterer Junge aus Würzburg. Ich kenne dich, seit du geboren bist. Ich bin super stolz, wie du alles gemeistert hast. Genieß diesen Moment.“
Anderson komplettiert deutsches Duo in Charlotte
Christian Anderson, ebenfalls ein deutsches Talent, wurde an Position 18 von den Hornets gedraftet. Er spielte zuvor für die Michigan Wolverines im College und überzeugte mit seiner Schnelligkeit und Wurfstärke. Gemeinsam mit Steinbach bildet er ein vielversprechendes deutsches Duo in Charlotte. Die Hornets setzen damit auf junge internationale Talente und bauen ihr europäisches Scouting weiter aus.
Sieben Deutsche in der vergangenen NBA-Saison
In der abgelaufenen Spielzeit waren insgesamt sieben deutsche Profis in der NBA aktiv: Dennis Schröder (Cleveland Cavaliers), Franz Wagner, Moritz Wagner und Tristan da Silva (alle Orlando Magic), Maximilian Kleber (Los Angeles Lakers), Isaiah Hartenstein (Oklahoma City Thunder) sowie der frisch gekürte Champion Ariel Hukporti von den New York Knicks. Mit Steinbach und Anderson steigt die Zahl der Deutschen in der NBA weiter an.
Jack Kayil vom deutschen Meister noch mit Chancen
Auch Jack Kayil vom deutschen Meister Alba Berlin durfte sich beim Draft noch Chancen ausrechnen. Die zweite Runde des NBA-Drafts findet am Mittwoch (Ortszeit) statt. Kayil, der sich in der vergangenen Saison in der Bundesliga und im EuroCup empfohlen hatte, könnte als einer der letzten Picks noch ausgewählt werden.



