Foodwatch-Liste: Die frechsten Mogelpackungen des Jahres 2026
Foodwatch: Die frechsten Mogelpackungen 2026

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat die Kandidaten für den Negativpreis „Goldener Windbeutel“ 2026 bekannt gegeben. Ausgezeichnet werden Produkte, die mit irreführender Werbung, fragwürdigen Versprechen oder versteckten Preiserhöhungen auffallen. Online können Verbraucher bis zum 5. Juli abstimmen, welches Produkt die „dreisteste Werbelüge des Jahres“ ist. Hier sind die fünf Nominierten.

Backpulver für Airfryer – zum Dreifach-Preis

Besonders scharf kritisiert Foodwatch das „Airfryer Backin Backpulver“ von Dr. Oetker. Das Unternehmen vermarktet es als Spezialprodukt für Heißluftfritteusen. Der Vorwurf: Das Pulver biete keine besseren Backergebnisse als herkömmliches Backpulver, koste aber rund dreimal so viel. Foodwatch sieht darin ein Beispiel dafür, wie Hersteller den Airfryer-Hype nutzen, um teure Spezialprodukte zu verkaufen.

Zwei Kaugummis weniger – Preis fast gleich

Auch Mars steht auf der Liste. Bei den Airwaves-Kaugummis stecken laut Foodwatch statt zwölf nur noch zehn Stück in der Packung. Der Preis blieb vielerorts nahezu unverändert, was einer versteckten Preiserhöhung von bis zu 20 Prozent entspricht. Verbraucher sollten daher genau hinschauen.

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Matcha groß beworben – nur 0,1 Prozent drin

Der Bio-Joghurt „Matcha Mango“ von Andechser Natur wirbt auffällig mit der Trendzutat Matcha. Foodwatch beanstandet, dass das Produkt lediglich 0,1 Prozent Matcha enthält. Die grüne Farbe stamme hauptsächlich von zugesetztem Algenpulver. Zudem stecken rund 60 Gramm Zucker im Becher – eine Mogelpackung mit gesundem Image.

100 Euro pro Liter für Vitaminsaft?

Das Vitamin-Konzentrat LaVita steht wegen irreführender Gesundheitsversprechen in der Kritik. Foodwatch verweist auf den hohen Preis: Umgerechnet koste das Konzentrat rund 100 Euro pro Liter. Die Werbung sei überzogen und suggeriere eine Wirkung, die nicht belegt sei.

Libido-Gummibärchen – 27-mal teurer als Haribo

Für besonders viel Aufsehen sorgen die „Libido“-Fruchtgummis von Beautybears. Sie werden als Unterstützung für das Liebesleben vermarktet. Foodwatch hält die versprochene Wirkung für fragwürdig und rechnet vor: Die Gummibärchen seien etwa so hilfreich wie gewöhnliche Gummibärchen, kosteten aber rund 27-mal mehr.

Verbraucher haben das letzte Wort

Bis zum 5. Juli entscheiden Verbraucher online, welches Produkt den Goldenen Windbeutel erhält. Für die Hersteller ist die Auszeichnung wenig schmeichelhaft – der Negativpreis sorgt regelmäßig für Schlagzeilen und Ärger in den Konzernzentralen. Foodwatch hofft, mit der Aktion den Druck auf die Unternehmen zu erhöhen, damit sie ihre Werbung ehrlicher gestalten.

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