Berliner Polizei warnt vor Drogen-Werbepäckchen im Briefkasten
Berliner Polizei warnt vor Drogen-Werbepäckchen

Die Berliner Polizei warnt vor einer neuen, dreisten Masche von Drogenhändlern: Sie verteilen Werbepäckchen mit illegalen Substanzen direkt in Briefkästen. In den Plastikpäckchen befinden sich Kokain, Ecstasy, Ketamin, Haschisch, Marihuana oder 3-MMC. Die Polizei teilte über einen ihrer Internetkanäle mit: „Drogen im Briefkasten! Das passiert aktuell in Berlin.“ Die bunten Symbole auf den Verpackungen könnten vor allem Kinder anlocken, weshalb Eltern besonders wachsam sein sollten.

Gratisproben als Werbung für Dealer

Die Päckchen enthalten kostenlose Drogenproben, mit denen die Händler neue Kunden gewinnen wollen. Die Polizei rät dringend davon ab, die Päckchen zu öffnen. Stattdessen solle man sie sofort der Polizei melden. „Es ist verboten, Werbung für Drogen zu machen. Es ist verboten, sich auf Anzeigen dieser Art zu melden“, betont die Polizei. Die Aktion sei ein besonders dreistes Direct-Marketing der Dealer.

Weitere Werbemethoden in Berlin

Bereits seit Längerem kleben in manchen Berliner Stadtteilen Aufkleber mit Telefonnummern von Drogenhändlern an Laternen oder Hauswänden. In Kneipen werden bunte Infokarten mit Angeboten zu WhatsApp-Kanälen von Dealern verteilt. Zudem gibt es sogenannte „Kokstaxis“, die illegale Substanzen per Lieferdienst anbieten. Die Polizei verstärkt ihre Kontrollen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

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Studie: Kokainkonsum bei jungen Erwachsenen gestiegen

Laut einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) konsumieren junge Erwachsene in Deutschland deutlich mehr Kokain als früher. Im Jahr 2025 gaben 4,1 Prozent der 12- bis 25-Jährigen an, Kokain konsumiert zu haben – 2015 waren es nur 1,2 Prozent. Bei jungen Männern ist der Konsum noch verbreiteter als bei jungen Frauen. Für die repräsentative Befragung wurden von April bis Juli 2025 insgesamt 7001 Personen befragt. Insgesamt haben 18,7 Prozent der Altersgruppe bereits Erfahrung mit mindestens einer illegalen Droge.

Abwasseruntersuchungen bestätigen Trend

Auch Abwasseranalysen zeigen, dass der Drogenkonsum in deutschen Städten zunimmt. Besonders Kokain und Ketamin werden häufiger nachgewiesen. Die Berliner Polizei appelliert an die Bevölkerung, verdächtige Päckchen nicht anzufassen und umgehend die nächste Polizeidienststelle zu verständigen. Die Ermittlungen zu den Hintermännern laufen.

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