21 Prozent der Deutschen können sich keine Urlaubsreise leisten
21% der Deutschen kein Urlaubsgeld

Rund ein Fünftel der Menschen in Deutschland kann sich keine einwöchige Urlaubsreise leisten. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gaben 21 Prozent der Befragten an, aus finanziellen Gründen auf einen einwöchigen Urlaub verzichten zu müssen. Besonders häufig betroffen sind Alleinstehende und Alleinerziehende.

EU-Vergleich: Deutschland überdurchschnittlich

Im europäischen Vergleich schneidet Deutschland vergleichsweise gut ab: Im EU-Durchschnitt können sich 28 Prozent der Bevölkerung keine einwöchige Urlaubsreise leisten. In Ländern wie Rumänien (61 Prozent), Griechenland (47 Prozent) sowie Bulgarien und Ungarn (je 39 Prozent) ist der Anteil deutlich höher. Am seltensten betroffen sind die Menschen in Luxemburg (elf Prozent), Schweden (zwölf Prozent) und den Niederlanden (13 Prozent).

Einkommen als entscheidender Faktor

„Ob genügend Geld für einen Urlaub da ist, hängt erwartungsgemäß stark vom Einkommen ab“, erklärt das Statistikamt. Beim einkommensschwächsten Fünftel der Bevölkerung mit einem Nettoäquivalenzeinkommen von rund 1600 Euro im Monat gab fast die Hälfte (48 Prozent) an, sich keinen einwöchigen Urlaub leisten zu können. Beim nächsten Fünftel mit einem Einkommen bis 2100 Euro waren es 28 Prozent.

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Das Nettoäquivalenzeinkommen ist ein bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen, das die Einkommenssituation in unterschiedlichen Haushalten vergleichbar macht. Ein Nettoäquivalenzeinkommen von 1600 Euro entspricht bei einem Haushalt mit zwei Erwachsenen einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von 2400 Euro; bei einem Haushalt mit zwei Erwachsenen und einem Kind unter 14 Jahren rund 2900 Euro pro Monat.

Alleinerziehende besonders betroffen

Besonders häufig sind laut Statistik Alleinlebende betroffen – 29 Prozent von ihnen können sich keinen einwöchigen Urlaub leisten. In Alleinerziehenden-Haushalten liegt der Anteil sogar bei 39 Prozent. Die Ergebnisse stammen aus der europäischen Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC). Die Daten für 2025 basieren auf einer Hochrechnung aus der Befragung 2022.

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