Umwelthilfe verklagt McDonald's – Vorwurf des Greenwashings
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat Klage gegen McDonald's Deutschland eingereicht. Der Vorwurf: Die Burgerkette habe mit vagen Klimazielen Verbraucher getäuscht und betreibe „dreistes Greenwashing“. Konkret geht es um die Ankündigung auf der Unternehmenswebseite, bis 2050 Klimaneutralität erreichen zu wollen – inklusive der Lieferkette. Laut DUH fehlen jedoch konkrete, überprüfbare Angaben zur CO2-Reduktion, Zwischenziele und ein belastbarer Umsetzungsplan.
DUH-Geschäftsführer kritisiert mangelnde Substanz
„McDonald's will vor allem von einem grünen Image profitieren, statt wirklich nachhaltig zu wirtschaften“, erklärte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. Der Verband wirft dem Unternehmen vor, mit unpräzisen Zukunftsversprechen zu werben, ohne nachvollziehbare Schritte zur Erreichung der Ziele zu nennen. Die Klage wurde beim Landgericht München I eingereicht.
McDonald's weist Vorwürfe zurück
McDonald's reagierte mit Unverständnis. Ein Sprecher der Münchner Deutschlandzentrale betonte, man sei „irritiert“ über die Klage. Die beanstandeten Formulierungen seien bereits vor Monaten von der Webseite entfernt worden. Zudem handle es sich bei der betreffenden Seite nicht um Werbung, sondern um ein reines Informationsangebot mit Hintergrundinhalten. „Die Seite war zu keinem Zeitpunkt dazu bestimmt, den Konsum oder konkrete Kaufentscheidungen zu beeinflussen“, so der Sprecher. Da die Inhalte nicht mehr öffentlich zugänglich seien, könne eine Klage keine weitere Verbesserung für Verbraucher bringen.
Die DUH ist bekannt für ihre zahlreichen Klagen gegen Unternehmen, die ihrer Ansicht nach irreführende Umweltaussagen treffen. In diesem Fall sieht sie bei McDonald's einen klaren Verstoß gegen Verbraucherschutzregeln. Das Gericht muss nun entscheiden, ob die Vorwürfe berechtigt sind.



