Selfstorage statt Kellerchaos: Rostock bekommt neue Lagerhalle mit 1000 Boxen
Wohin mit dem sperrigen Schrank, der umfangreichen Weihnachtsdekoration oder der umfänglichen Sportausrüstung, wenn der eigene Keller oder Dachboden längst bis unter die Decke vollgestellt sind? Für Christian Feege stellt diese Frage kein Problem dar. Der 41-jährige Unternehmer hat genügend Platz und stellt diesen anderen Menschen ebenfalls zur Verfügung. Mitte März eröffnete er die City Box 24 im Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf, ein sogenanntes Selfstorage-Lager, in dem praktisch alles eingelagert werden kann, für das im eigenen Zuhause kein Raum mehr vorhanden ist – natürlich mit einigen verständlichen Einschränkungen, wie Feege betont.
Fünfter Standort der City Box 24 startet in Mecklenburg-Vorpommern
Die City Box 24 in der Timmermannsstraat 7a ist bereits der fünfte Standort, den Christian Feege erfolgreich betreibt. Alles begann im Jahr 2015 mit seinem ersten Lager in Lübeck, wie er erzählt. Nach weiteren Expansionen in Lübeck selbst und in Kiel wagte er mit seiner bewährten Idee nun den mutigen Schritt nach Mecklenburg-Vorpommern. „Die Resonanz ist durchweg positiv“, erklärt der Eigentümer, Entwickler und Betreiber der City Box 24. „In den anderen Standorten existieren bereits Wartelisten.“ Auch am neuesten Standort in Rostock laufe das Geschäft langsam, aber stetig an.
Moderne Halle mit fast 1000 Lagerboxen auf drei Etagen
In knapp neun Monaten Bauzeit ist hier eine große, moderne Halle entstanden, die fast 1000 Lagerboxen auf insgesamt 8000 Quadratmetern bietet, verteilt auf drei praktische Etagen, nennt Christian Feege die beeindruckenden Fakten. Mehrere Millionen Euro hat er dafür investiert. Von der kleinen Lagerbox mit einem Kubikmeter Fassungsvermögen bis hin zum Maxi-Abteil mit drei Metern Deckenhöhe, in das theoretisch die gesamte Einrichtung einer 200 Quadratmeter großen Wohnung passen würde, stehen den Kunden verschiedene Optionen gegen den entsprechenden Mietpreis zur Verfügung.
Was darf eingelagert werden? Klare Regeln für die Nutzung
Und was darf nun alles in dem beheizten Gebäude eingelagert werden? „Eigentlich alles, was legal ist“, sagt der Unternehmer deutlich. Explosive Gegenstände oder Lebewesen wie Tiere und Pflanzen sowie Lebensmittel sind jedoch ausgeschlossen. Auch als kostengünstige Übernachtungsmöglichkeit sind die Lagerboxen nicht gedacht, macht der 41-Jährige unmissverständlich klar. Solche Fälle seien ihm zum Glück noch nicht begegnet, seitdem er mit seinen City Box 24-Standorten aktiv ist.
Sicherer Zugang und kostenlose Serviceleistungen
Die Halle ist zuverlässig alarmgesichert, und die Kunden erhalten zwischen 6 und 22 Uhr über einen praktischen Transponder Zugang zum Gebäude, beispielsweise um Gegenstände in ihrem Abteil einzulagern oder herauszuholen. Hubwagen für den Transport schwerer Dinge stehen hier kostenfrei zur Verfügung. Etwa 70 Prozent seiner Kunden nutzen das Angebot privat, während etwa 30 Prozent gewerblich agieren, um Werkzeug oder andere berufliche Utensilien einzulagern. Ein Hotel nutze das Lager beispielsweise für seine umfangreiche Weihnachtsdekoration, erzählt Feege.
Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für Privatpersonen und Gewerbe
Aber auch in Notsituationen, wie nach einem unerwarteten Wasserrohrbruch, wenn schnell Möbel, wichtige Akten oder ähnliche Gegenstände sicher untergestellt werden müssen, biete sich das Selfstorage-Lager ideal an. „Die Menschen sind früher viele Kompromisse eingegangen und haben ihre Dinge zum Beispiel bei Freunden und Verwandten im Keller eingelagert“, wenn sie selbst keinen Platz hatten. „Hier ist das die maximal komfortable Lösung“, nennt er den entscheidenden Vorteil seines Angebots.
Flexible Mietpreise und geregelte Abläufe
Bei fünf Euro pro Woche für das kleinste Abteil starten die attraktiven Mietpreise. Aber auch taggenaue Abrechnungen sind möglich, so Feege. Im Büro in der Timmermannsstraat 7a oder unter der Telefonnummer 0381/77893777 könnten sich interessierte Kunden montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr umfassend beraten lassen. Und sollte mal jemand mit der Mietzahlung in Verzug geraten, Versteigerungen, wie sie aus US-Serien wie „Storage Wars“ oder „Auction Hunters“ bekannt sind und bei denen Schnäppchenjäger auf eingelagerte Schätze hoffen, gebe es hier nicht. „Wir haben hier ein geregeltes System“, sagt Christian Feege. Das bedeutet im Ernstfall: Die Box wird fachgerecht geräumt.



