Aldi Süd baut über 1200 Stellen am Stammsitz ab
Aldi Süd streicht 1250 Stellen in Mülheim

Der Lebensmittelkonzern Aldi Süd setzt seinen Sparkurs fort und streicht am Stammsitz in Mülheim an der Ruhr mehr als 1200 Stellen. Bis Ende des kommenden Jahres sollen mindestens 1250 Arbeitsplätze wegfallen, wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“, das „Handelsblatt“ und die „Lebensmittelzeitung“ berichten.

Digitalsparte besonders betroffen

Besonders stark trifft es die Digitalsparte Aldi DX, wo mehr als 1000 Stellen abgebaut werden. Die Geschäftsleitung informierte die Belegschaft auf einer virtuellen Mitarbeiterversammlung über die Pläne. Kündigungen sind demnach nicht vorgesehen; die Mitarbeiter sollen das Unternehmen freiwillig verlassen und erhalten dafür Abfindungen. Auch der internationale Einkauf ist von den Streichungen betroffen.

Unternehmen betont wirtschaftliche Stabilität

In einer Mitteilung, die der „Lebensmittelzeitung“ vorliegt, heißt es: „Aldi Süd optimiert seit jeher Prozesse und Strukturen.“ Eine Führungskraft sagte der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“, das Unternehmen agiere „aus einer grundsätzlich stabilen wirtschaftlichen Position heraus“. Bereits im Januar hatte der Discounter bestätigt, mehrere Hundert Stellen in der Deutschlandzentrale abzubauen und zur internationalen Holding nach Salzburg zu verlagern. Medienberichten zufolge geht es dabei um rund 500 Jobs, vor allem in der Personalabteilung, der Buchhaltung und dem Einkauf.

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Bereits 400 Stellen bei Aldi DX gestrichen

Im vergangenen Jahr waren bei Aldi DX bereits 400 Arbeitsplätze gestrichen worden. Teile der Aufgaben übernahm ein Dienstleister der indischen Tata-Group. Aldi gehört zu den größten Lebensmittelhändlern Deutschlands und betreibt hierzulande rund 2000 Filialen. Bundesweit sind 50.000 Menschen bei dem Konzern beschäftigt.

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