Die Hauptsaison an der Adria hat noch nicht einmal richtig begonnen, doch in der Bucht von Portonovo ist bereits kein Sonnenplätzchen mehr frei. Und das trotz schwindelerregender Preise. Für einen festen Platz mit Sonnenschirm und zwei Liegen zahlen Gäste bis zu 3000 Euro pro Saison.
Beliebte Bucht von Portonovo
Für deutsche Urlauber ist die Adriaküste in Italien ein beliebtes Reiseziel: gutes Essen, sonniges Wetter und idyllische Strände. Besonders beliebt ist die Bucht des Küstendorfs Portonovo, das in der Provinz Ancona liegt. Einheimische und Gäste nennen sie gerne die „Perle des Conero“. Mit kristallklarem Wasser und weißem Kieselstrand gilt die „grüne Bucht“ am Hang des Monte Conero als eines der beliebtesten Touristenziele Italiens.
Hohe Nachfrage und Wartelisten
Wer einen Saisonschirm ergattern möchte, muss schnell sein. Die festen Strandplätze sind schon Wochen vor Saisonbeginn (von Juni bis September) restlos ausgebucht. Aufgrund der hohen Nachfrage werden sogar Wartelisten geführt. Die Preise für einen festen Platz mit Sonnenschirm und zwei Liegen liegen zwischen 1200 und 3000 Euro pro Saison (2025 waren es 1500 bis 2500 Euro). Tagesgäste zahlen in den vorderen Reihen bis zu 40 Euro am Tag. Trotz der horrenden Preise ist der Andrang so groß, dass es regelmäßig zu Verkehrsproblemen kommt.
Tipps für Kurzentschlossene
Paolo Bonetti, Betreiber der Spiaggia Bonetti in der Bucht von Portonovo, erklärt gegenüber der Tageszeitung „Corriere Adriatico“: „Die noch freien Plätze sind für Tagesanfragen reserviert, während die Saisonschirme ausgebucht sind. Sie machen 60 bis 70 Prozent unseres Angebots aus. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, nicht nur Saison-Sonnenschirme anzubieten, um Touristen und allen, die einen Tag am Strand verbringen möchten, die Möglichkeit zu geben, nach Portonovo zu kommen.“ Wer also keine feste Reservierung ergattern konnte, kann den Strand mit etwas Glück trotzdem besuchen. Ein Teil der Plätze wird im Vorfeld nicht zur Reservierung freigegeben, sondern kann nur tagesaktuell gebucht werden.



