IWH-Prognose: Ostdeutschland wächst 2026 um 0,7 Prozent trotz Energiekrise
Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) erwartet für das Jahr 2026 in Ostdeutschland ein leicht überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum. Trotz der Belastungen durch den Energiepreisschock prognostizieren die Experten einen Zuwachs von 0,7 Prozent. Für Deutschland insgesamt wird hingegen ein Wachstum von 0,6 Prozent vorhergesagt.
Arbeitsmarkt und Energiekrise als Herausforderungen
Die Arbeitslosenquote in Ostdeutschland könnte nach 7,8 Prozent im Jahr 2025 im laufenden Jahr 2026 auf 7,9 Prozent ansteigen. Der vom Iran-Krieg ausgelöste Anstieg der Energiepreise dürfte die wirtschaftliche Erholung zwar dämpfen, sie aber aufgrund des expansiven finanzpolitischen Kurses nicht vollständig zum Erliegen bringen.
„Der Energiepreisschock wird die Wirtschaft in Ostdeutschland wohl in etwa so stark belasten wie die in Deutschland insgesamt“, erklärt IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller. Diese Aussage unterstreicht die vergleichbare Betroffenheit der Regionen.
Starke Sektoren: Handel und Gastgewerbe
Zuletzt habe vor allem die Wertschöpfung in den Wirtschaftsbereichen Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie Information und Kommunikation in Ostdeutschland stärker zugelegt als in Westdeutschland. Diese Sektoren zeigen sich somit als robuste Stützen der regionalen Konjunktur.
Die IWH-Experten betonen, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland trotz der globalen Unsicherheiten positiv bleibt. Die Prognose basiert auf aktuellen Daten und Modellen, die die komplexen Wechselwirkungen zwischen Energiepreisen, Finanzpolitik und regionaler Wirtschaftsleistung berücksichtigen.



