Inflation sinkt auf 2,3 Prozent – Tankrabatt zeigt Wirkung
Der Tankrabatt an deutschen Tankstellen und der deutliche Rückgang des Ölpreises haben die Inflationsrate in Deutschland im Juni auf 2,3 Prozent gedrückt. Die am Dienstagnachmittag veröffentlichte Schnellschätzung des Statistischen Bundesamts liegt damit unterhalb der Erwartungen von Ökonomen, die mit einem Wert von 2,5 Prozent gerechnet hatten.
Rabattende naht – Preise steigen bereits
Der Tankrabatt geht in seine letzten Stunden. Vielerorts steigen die Preise an den Zapfsäulen bereits wieder an. Autofahrerinnen und Autofahrer bilden Schlangen, um noch einmal von der Ermäßigung zu profitieren. Der Rabatt war als Maßnahme der Bundesregierung eingeführt worden, um die hohen Spritpreise abzufedern.
Ölpreisverfall verstärkt Effekt
Neben dem Tankrabatt trug auch der deutliche Rückgang des Ölpreises zur Senkung der Inflation bei. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent fiel im Juni zeitweise unter 100 US-Dollar pro Barrel. Dies entlastete die Verbraucher an den Tankstellen und dämpfte die Teuerung insgesamt.
Ausblick: Inflation könnte wieder steigen
Mit dem Auslaufen des Tankrabatts und möglichen weiteren Preiserhöhungen bei Energie und Lebensmitteln rechnen Experten jedoch mit einem erneuten Anstieg der Inflationsrate in den kommenden Monaten. Die Kerninflation, die schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel herausrechnet, liegt weiterhin bei rund 3 Prozent.
Verbraucherpreise im Detail
Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Juni um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Schnellschätzung basiert auf vorläufigen Daten aus mehreren Bundesländern. Die endgültigen Zahlen veröffentlicht das Statistische Bundesamt voraussichtlich Mitte Juli.



