Der deutsche Chiphersteller Infineon hat seine neue Produktionsstätte in Dresden, die „Smart Power Fab“, drei Monate früher als geplant in Betrieb genommen. Die rund fünf Milliarden Euro teure Anlage ist die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte und schafft rund 1000 neue Arbeitsplätze. Mit der Fabrik soll sich die Kapazität am Standort Dresden verdoppeln.
Meilenstein für Dresden und Europa
Vorstandschef Jochen Hanebeck bezeichnete die Inbetriebnahme als „Meilenstein für Dresden, Deutschland und ein technologisch souveränes Europa“. In der Fabrik entstünden künftig Produkte für die KI-Revolution. Die Anlage produziert Leistungshalbleiter auf 300-Millimeter-Wafern, die unter anderem in Elektroautos, erneuerbaren Energien, Rechenzentren und Industrieanlagen eingesetzt werden.
Frühere Fertigstellung als geplant
Der Bau begann mit dem Spatenstich Anfang Mai 2023 und dauerte drei Jahre. Die Fertigstellung erfolgte drei Monate früher als ursprünglich geplant. Hanebeck betonte: „Wir wollen alle Europa als Halbleiter-Hub stärken. Dazu brauchen wir mehr Tempo und weniger Bürokratie.“
Dresden als Herz der europäischen Halbleiterindustrie
Laut Hanebeck ist Dresden mit leistungsfähigen Unternehmen und mehr als 80.000 Beschäftigten „die Herzkammer der europäischen Halbleiterindustrie“. Die Ansiedlung des taiwanischen Chipriesen TSMC sowie die Produktionserweiterungen bei Infineon und Globalfoundries sollen die Beschäftigtenzahl bis 2040 auf rund 100.000 steigen lassen.



