Leipzig: Zwangsversteigerung von Melanie Müllers historischem Bahnhofshaus angesetzt
Melanie Müllers Haus in Leipzig wird zwangsversteigert

Historisches Bahnhofsgebäude in Leipzig wird zwangsversteigert

Das Wohnhaus der Sängerin Melanie Müller in Leipzig steht vor einer Zwangsversteigerung. Wie das Amtsgericht Leipzig bekannt gab, soll das freistehende Gebäude am 7. Mai 2026 unter den Hammer kommen. Die Immobilie befindet sich im Stadtteil Wahren und war ursprünglich ein Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1902.

Details zur Immobilie und Versteigerungsbedingungen

Bei dem Objekt handelt es sich um ein 2020 saniertes Gebäude mit einer Gesamtfläche von 595 Quadratmetern. Die Immobilie umfasst eine Gewerbeeinheit im Erdgeschoss, eine geplante Einliegerwohnung sowie eine große Wohneinheit. Zum Grundstück gehören mehrere Stellplätze und ein separates Toilettenhäuschen aus dem Jahr 1903, dessen Dach allerdings eingestürzt ist.

Der Startpreis für die Versteigerung wurde auf 800.000 Euro festgesetzt. Laut Recherchen von RTL befindet sich das Haus noch im Besitz von Melanie Müller. Die Sängerin hatte das Gebäude als Wohnsitz genutzt.

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Hintergründe: Schulden und Gerichtsverfahren

Die Zwangsversteigerung steht im Zusammenhang mit finanziellen Verpflichtungen und einem laufenden Strafverfahren. Das Landgericht Leipzig hatte Melanie Müller im Januar 2026 in zweiter Instanz wegen des Zeigens des Hitlergrußes und Besitzes von Betäubungsmitteln schuldig gesprochen.

Die ursprünglich verhängte Geldstrafe von 80.000 Euro wurde aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse auf 3.500 Euro reduziert. Vor Gericht räumte die 37-Jährige offene Forderungen des Finanzamtes in Höhe von 150.000 Euro ein. Hinzu kommen laut Berichten weitere rund 40.000 Euro bei privaten Gläubigern.

Melanie Müller lebt derzeit von einem monatlichen Nettoeinkommen von 1.500 Euro. Zusätzliche Einnahmen generiert sie durch Streaming und vereinzelte Auftritte auf Mallorca.

Rechtslage und Reaktion der Sängerin

Das Urteil des Landgerichts Leipzig ist noch nicht rechtskräftig. Melanie Müller hat Revision eingelegt, sodass sich als Nächstes das Oberlandesgericht Dresden mit dem Fall befassen wird. Die Sängerin bestreitet weiterhin, im September 2022 bei einer Veranstaltung in Leipzig den Hitlergruß gezeigt zu haben.

Auf Instagram erklärte Müller: "Ich werde weiter für meine Unschuld kämpfen." Sie hoffe auf einen fairen Prozess und setzt sich gegen die Vorwürfe zur Wehr. Die Zwangsversteigerung ihres Wohnhauses stellt einen weiteren Einschnitt in die persönlichen und finanziellen Verhältnisse der Sängerin dar.

Die Versteigerung des historischen Bahnhofsgebäudes markiert einen bedeutenden Schritt in den anhaltenden rechtlichen und finanziellen Auseinandersetzungen um die Person Melanie Müller. Interessenten können sich beim Amtsgericht Leipzig über die genauen Versteigerungsmodalitäten informieren.

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