Historisches Amtshaus Broda am Tollensesee: Erbbaurecht für 691.000 Euro zu verkaufen
Amtshaus Broda: Erbbaurecht für 691.000 Euro im Verkauf

Historisches Amtshaus Broda: Erbbaurecht steht zum Verkauf

Die Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) haben das Erbbaurecht am denkmalgeschützten Amtshaus Broda zum Verkauf ausgeschrieben. Das historische Gebäude befindet sich in idyllischer Lage direkt am Tollensesee, in unmittelbarer Nähe zum Strandbad, Wald und Kulturpark. Eigentümerin des Grundstücks und zugleich Erbbaurechtsgeberin ist die Stadt Neubrandenburg, auch bekannt als Vier-Tore-Stadt.

Einzigartige historische Substanz auf Klosterfundamenten

Das Amtshaus Broda ist ein Backsteingebäude aus dem 19. Jahrhundert, das auf den Fundamenten eines ehemaligen Klosters aus dem 12. Jahrhundert errichtet wurde. Besonders bemerkenswert ist das im Untergeschoss erhaltene Kreuzrippengewölbe aus der Klosterzeit, das einen direkten Einblick in die mittelalterliche Baukunst ermöglicht. Das Gebäude zählt zu den ältesten Bauwerken Neubrandenburgs und ist offiziell in der Denkmalliste eingetragen.

Verkaufsbedingungen und zukünftige Nutzung

Für das Erbbaurecht sind noch 78 Jahre der ursprünglich 99-jährigen Laufzeit verbleibend. Als Mindestgebot sind 691.000 Euro festgelegt. Künftige Eigentümer des Erbbaurechts erwerben das Nutzungsrecht am Gebäude und am dazugehörigen Grundstück. Die Stadt Neubrandenburg stellt jedoch klare Anforderungen an die zukünftige Nutzung:

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  • Touristische Ausrichtung: Das Amtshaus soll künftig touristisch genutzt werden.
  • Öffentlicher Zugang: Insbesondere das historische Kellergewölbe muss dauerhaft öffentlich oder halböffentlich zugänglich sein.
  • Nachhaltiges Konzept: Interessenten müssen ein tragfähiges Betreiber- und Nutzungskonzept vorlegen.
  • Denkmalschutz: Alle denkmalrechtlichen Vorgaben sind strikt einzuhalten.

Der Verkauf erfolgt unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Stadt Neubrandenburg.

Sanierte Immobilie mit vielseitiger Vergangenheit

In den Jahren 2003/2004 wurde das Amtshaus Broda umfassend saniert, wobei die Arbeiten in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde durchgeführt wurden. In den vergangenen Jahren nutzten die Stadtwerke das Gebäude als Bürostandort und veranstalteten dort regelmäßig Events. Die Kombination aus historischer Bausubstanz und moderner Infrastruktur macht das Objekt zu einer attraktiven Investition.

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