Spielzeug-Kette Rofu schließt 27 Läden: 660 Mitarbeiter betroffen
Rofu schließt 27 Filialen: 660 Kündigungen

Hoppstädten-Weiersbach (Rheinland-Pfalz) – Keine gute Nachricht aus dem Einzelhandel. Der Spielwarenhändler Rofu Kinderland schließt 27 Filialen. Mehr als 660 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze. Die anderen Geschäfte sollen gerettet werden: Drei Monate nach dem Insolvenzantrag steht fest, dass es einen Investor gibt. Rofu Kinderland hat mit der Kids & School Holding GmbH eine Investorenvereinbarung abgeschlossen. So sollen immerhin 77 Läden erhalten bleiben. Die Verantwortlichen haben den Kaufvertrag bereits unterzeichnet.

So geht es jetzt mit dem Unternehmen weiter

Rofu Kinderland wird nun gemeinsam mit Experten in den kommenden Wochen einen Insolvenzplan erstellen. Ziel ist eine Einigung mit den Gläubigern, damit die Investoren den Geschäftsbetrieb und wesentliche Vermögenswerte übernehmen können. Marcus Katholing von der Pluta Management GmbH ist als Sanierungsgeschäftsführer in der Insolvenz tätig. Der Experte zu BILD: „Beim Insolvenzplan handelt es sich um einen Vergleich. Daher müssen die Gläubiger am Ende zustimmen. Ansonsten würde das ganze Unternehmen vor dem Aus stehen.“

Räumungsverkauf geplant

Geplant ist, dass Rofu Kinderland ab August 2026 das Insolvenzverfahren hinter sich lässt. In den verbleibenden Läden arbeiten insgesamt 1035 Mitarbeiter. Sie werden vom Investor übernommen. In den 27 Läden, die schließen, soll es einen Räumungsverkauf geben. Auch in der Logistikzentrale in Hoppstädten-Weiersbach (Rheinland-Pfalz) verbleiben von rund 360 Mitarbeitern nur etwa 80. Das Außenlager in Ramstein mit rund 60 Mitarbeitern wird geschlossen. Insgesamt bleiben rund 1120 Arbeitsplätze erhalten, mehr als 660 Personen müssen gehen. „Der Abbau von Arbeitsplätzen ist schmerzhaft, aber leider unvermeidbar“, erklärt Rofu-Geschäftsführer Katholing zu BILD.

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So kam es zur Insolvenz

Gründe für die Insolvenz des Spielwarenhändlers: Wirtschaftskrise und steigende Kosten belasten auch den Spielwarenhandel. Durch Online-Anbieter und Billig-Importe aus China wird der Wettbewerb immer härter. Vor allem das schwache Weihnachtsgeschäft soll ursächlich für den Insolvenzantrag gewesen sein. Doch der neue Investor blickt nach vorn. Achim Weniger von der Kids & School Holding GmbH sagt: „Wir sehen großes Potenzial, das Unternehmen Rofu weiterzuentwickeln.“ Rofu Kinderland ist ein führender Spielwaren- und Babyfachmarkt im Südwesten Deutschlands, verkauft seit mehr als 40 Jahren Spielzeug sowie Kinderbücher, Schulhefte, Bastelsets und Gesellschaftsspiele.

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