Barclays hat seinen globalen Hauptsitz im Londoner Stadtteil Canary Wharf für 750 Millionen Pfund (rund 870 Millionen Euro) erworben. Das Geldhaus kaufte den Bürokomplex von der Canary Wharf Group und verlängerte damit den Mietvertrag über das bisherige Ablaufdatum im Jahr 2039 hinaus. Laut einer gemeinsamen Erklärung des Kreditinstituts dürfte sich der Erwerb weitgehend neutral auf das Ergebnis von Barclays auswirken.
Bürofläche von 93.000 Quadratmetern
Der rund 93.000 Quadratmeter große Bürokomplex am One Churchill Place ist seit 2005 der globale Hauptsitz von Barclays. Der Standort in Canary Wharf gilt als eines der bedeutendsten Finanzzentren Londons und beherbergt zahlreiche internationale Banken und Finanzdienstleister.
Planungssicherheit und Flexibilität
„Dieser Erwerb verschafft uns langfristige Planungssicherheit, größere Flexibilität hinsichtlich unserer Präsenz in London und bekräftigt unser anhaltendes Vertrauen in London als eines der führenden globalen Finanzzentren der Welt“, sagte Barclays Vorstandschef C.S. Venkatakrishnan in einer Erklärung. Die Transaktion unterstreicht das Engagement der Bank für den Standort London, der nach dem Brexit um seine Position als führendes Finanzzentrum kämpft.
Hintergrund des Deals
Der Kaufpreis von 750 Millionen Pfund entspricht etwa 870 Millionen Euro. Die Canary Wharf Group, die das Gelände entwickelt und verwaltet, profitiert von dem Verkauf, während Barclays langfristig Planungssicherheit erhält. Der bisherige Mietvertrag lief bis 2039, nun ist die Bank Eigentümerin der Immobilie. Analysten bewerten den Schritt als strategisch sinnvoll, da Barclays sich so gegen steigende Mietkosten absichert und mehr Kontrolle über die Büroflächen erhält.



