KfW-Förderboom 2025: Neubau und Heizungen treiben Kreditvolumen auf 61 Milliarden Euro
KfW-Förderboom: Neubau und Heizungen treiben Kreditvolumen

KfW verzeichnet Rekordförderung 2025 mit Schwerpunkt auf Neubau und Heizungsumrüstungen

Die staatliche Förderbank KfW hat im vergangenen Jahr ein beeindruckendes Wachstum ihres Fördergeschäfts verzeichnet. Insbesondere Programme für den klimafreundlichen Neubau und die energetische Sanierung von Heizungen stießen auf große Nachfrage bei privaten Haushalten und mittelständischen Unternehmen.

Deutlicher Anstieg der Förderaktivitäten

Das Kerngeschäft der KfW mit inländischen Krediten und Zuschüssen wuchs im Jahr 2025 um etwa ein Drittel gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 61 Milliarden Euro. Private Kunden erhielten dabei rund 25 Milliarden Euro, was einer Steigerung von etwa zehn Prozent entspricht. Noch deutlicher fiel das Wachstum im Bereich Mittelstand und Gründer aus: Hier stieg das Fördervolumen um über 75 Prozent auf mehr als 23 Milliarden Euro.

KfW-Vorstandschef Stefan Wintels betonte in Frankfurt die Bedeutung dieser Entwicklung: „Ein starker Mittelstand ist in seiner Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland gar nicht zu überschätzen. Wir brauchen mehr Gründergeist und Innovationen.“ Insgesamt unterstützte die Förderbank im vergangenen Jahr:

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  • Rund 137.000 Unternehmen
  • 35.000 Gründerinnen und Gründer
  • 750.000 Wohneinheiten

Neubau- und Heizungsprogramme als Wachstumstreiber

Besonders stark nachgefragt waren die Förderprogramme für klimafreundliche Neubauten und Heizungsumrüstungen. Die KfW führte dies unter anderem auf die Reaktivierung der beliebten Neubauförderung für Häuser mit dem Energiestandard EH55 durch den Bund im Dezember zurück. Auch die Bundesförderung für wärmeeffiziente Gebäude inklusive Heizungsförderung verzeichnete hohe Zulaufzahlen.

Dieser Trend setzte sich zu Beginn des Jahres 2026 fort. Das Neugeschäft der KfW lag per Ende Februar mit 11,7 Milliarden Euro über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (11,2 Milliarden Euro). Die Förderbank unterstützt dabei sowohl klimafreundliche Neubauten als auch die energetische Sanierung bestehender Gebäude.

Gewinnentwicklung trotz Förderboom rückläufig

Trotz des starken Fördergeschäfts musste die KfW in ihrer eigenen Bilanz für 2025 leichte Abstriche hinnehmen. Zwar blieb das operative Ergebnis mit 1,9 Milliarden Euro dank eines robusten Zinsüberschusses auf dem hohen Vorjahresniveau. Der Jahresgewinn sank jedoch auf 1,0 Milliarden Euro nach 1,4 Milliarden Euro im Jahr 2024.

Die KfW, die zu 80 Prozent vom Bund und zu 20 Prozent von den Ländern getragen wird, erfüllt dabei eine breite Palette an Förderaufgaben:

  1. Versorgung von Mittelständlern, Hausbauern und Studierenden mit günstigen Krediten im Inland
  2. Unterstützung von Unternehmen in der Export- und Projektfinanzierung weltweit
  3. Förderung von Entwicklungs- und Schwellenländern

Die aktuellen Zahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung der KfW als zentrale Förderinstitution für klimafreundliche Investitionen und mittelständische Innovationen in Deutschland.

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