Halle bei realem Einkommen auf hinteren Plätzen - Lebenshaltungskosten entscheidend
Halle: Reales Einkommen weit hinten im Bundesvergleich

Halle bei realem Einkommen auf hinteren Plätzen - Lebenshaltungskosten entscheidend

Die Stadt Halle belegt beim realen Einkommen ihrer Einwohner einen der hinteren Plätze im bundesweiten Vergleich. Dies geht aus einer aktuellen Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hervor, die auf Daten aus dem Jahr 2023 basiert. Das reale Einkommen, also das um regionale Preisunterschiede bereinigte Durchschnittseinkommen, liegt in Halle bei lediglich 24.184 Euro pro Kopf und Jahr.

Bundesweites Ranking und regionale Unterschiede

Im bundesweiten Ranking landet Halle damit auf dem zehntniedrigsten Wert. Zum Vergleich: In der Landeshauptstadt Magdeburg liegt das reale Pro-Kopf-Einkommen bei 26.058 Euro. Die Spitzenposition in Deutschland hält Heilbronn in Baden-Württemberg mit 39.424 Euro. Innerhalb Sachsen-Anhalts erzielt der Landkreis Börde den höchsten Wert (29.161 Euro), gefolgt vom Jerichower Land (28.895 Euro) und dem Altmarkkreis Salzwedel (28.635 Euro).

Lebenshaltungskosten als entscheidender Faktor

Wie bereits in früheren Auswertungen zeigt sich, dass vor allem Landkreise an der Spitze der Rangliste stehen. In größeren Städten wie Halle fällt das Einkommen oft vergleichsweise niedrig aus, während die Lebenshaltungskosten – insbesondere die Mieten – deutlich höher sind. Die regionalen Preisunterschiede werden maßgeblich durch die Wohnkosten bestimmt. Ohne den Mieteneffekt wären die Preisunterschiede zwischen den Regionen relativ gering, da viele Ausgabenposten wie Lebensmittel aus dem Supermarkt, Kraftstoffe, Elektronikartikel und Online-Bestellungen deutschlandweit nahezu einheitliche Preise aufweisen.

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Methodik der Studie

Die Auswertung des IW Köln basiert auf einer umfangreichen Datensammlung zu regionalen Preisen in kreisfreien Städten, Kreisen sowie Stadt- und Landkreisen in ganz Deutschland. Diese Preisdaten wurden mit Einkommensinformationen des Statistischen Bundesamtes verknüpft. Beide Datensätze beziehen sich auf das Jahr 2023, da für die Einkommensseite aktuell keine validen neueren Zahlen vorliegen. Die Studie unterstreicht damit erneut, dass die reale Kaufkraft nicht allein vom nominalen Einkommen abhängt, sondern wesentlich von den lokalen Lebenshaltungskosten beeinflusst wird.

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