In deutschen Schulen gibt es oft keine Klimaanlagen, was internationale Medien mit Entsetzen berichten. Doch der Architekturkritiker Nikolaus Bernau plädiert in einem Kommentar für einen anderen Ansatz: Statt auf energieintensive Klimaanlagen zu setzen, sollten Städte auf Bäume und durchdachte Architektur setzen, um Hitzestau zu vermeiden.
Klimaanlagen sind nicht die Lösung
Marine Le Pen, Chefin der französischen Ultranationalisten, fordert für jeden Franzosen eine Klimaanlage. Bernau warnt davor, dass ähnliche Forderungen von der AfD kommen könnten. Er bezeichnet dies als Unsinn, da Klimaanlagen den Hitzestau in Städten nicht nachhaltig verringern, sondern lediglich die Wärme nach außen verlagern und viel Energie verbrauchen.
Natürliche Kühlung durch Bäume und Architektur
Stattdessen empfiehlt Bernau den Einsatz von Bäumen, die Schatten spenden und durch Verdunstung kühlen. Auch eine durchdachte Architektur mit begrünten Dächern, hellen Fassaden und effizienter Belüftung könne helfen. Diese Maßnahmen seien nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch kosteneffizienter und sozial gerechter.
Bernau betont, dass der Fokus auf Klimaanlagen oft von kurzfristigen politischen Interessen getrieben sei, während langfristige Lösungen wie Stadtbegrünung und angepasste Bauweisen vernachlässigt würden. Er ruft dazu auf, Hitze nicht durch Technik zu bekämpfen, sondern durch kluge Stadtplanung und mehr Grünflächen.



