Netflix-Aktie stürzt ab: Enttäuschende Gewinnprognose verärgert Anleger
Netflix-Aktie stürzt nach enttäuschender Prognose ab

Netflix-Aktie erleidet deutlichen Absturz nach enttäuschender Gewinnprognose

Die Aktie des Streaming-Riesen Netflix ist im nachbörslichen US-Handel zeitweise um mehr als neun Prozent eingebrochen. Der Grund für diesen deutlichen Kursverlust ist eine enttäuschende Gewinnprognose des Unternehmens, die die Erwartungen der Wall Street deutlich verfehlte.

Analystenprognose wird klar verfehlt

Für das laufende Quartal sagte Netflix einen operativen Gewinn von lediglich 78 US-Cent je Aktie voraus. Die Analysten hatten im Durchschnitt mit einer deutlich höheren Prognose von 84 Cent gerechnet. Diese Diskrepanz führte zu einer empfindlichen Reaktion der Anleger, die bereits mit besseren Zahlen gerechnet hatten.

Hintergrund: Der gescheiterte Bieterkampf um Warner Brothers

Die Enttäuschung der Anleger ist besonders groß, weil sie nach dem Rückzug von Netflix aus dem Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers mit höheren Gewinnen gerechnet hatten. Durch den Verzicht auf die Übernahme blieben dem Unternehmen die hohen Übernahmekosten erspart, was eigentlich zu einer Gewinnsteigerung hätte führen sollen.

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Netflix hatte im vergangenen Jahr zunächst die Übernahme des Studio- und Streaminggeschäfts von Warner Brothers vereinbart. Doch dann preschte der Rivale Paramount mit einem deutlich höheren Angebot für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery vor. Anstatt mit einem Gegenangebot zu kontern, gab Netflix den Bieterkampf schließlich auf.

Solide Quartalszahlen werden überschattet

Eigentlich hatte Netflix im vergangenen Quartal solide Zahlen vorgelegt. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar. Noch beeindruckender war die Gewinnentwicklung: Unterm Strich stieg der Gewinn um fast 83 Prozent auf 5,28 Milliarden Dollar.

Pro Aktie gerechnet verdiente Netflix 1,23 Dollar und übertraf damit die durchschnittliche Analystenprognose von 76 Cent pro Aktie deutlich. Doch diese positiven Ergebnisse wurden von der schwachen Gewinnprognose für das laufende Quartal komplett überschattet.

Weitere Personalie: Reed Hastings verlässt Verwaltungsrat

Bei der Vorlage der Quartalszahlen gab Netflix zudem eine bedeutende Personalie bekannt. Der Mitgründer und langjährige Chef Reed Hastings wird den Verwaltungsrat des Unternehmens verlassen. Der 65-Jährige werde sich bei Ablauf seines Mandats im Juni nicht mehr zur Wiederwahl stellen, wie das Unternehmen mitteilte.

Diese Ankündigung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für Netflix, das sich nicht nur mit der enttäuschenden Gewinnprognose auseinandersetzen muss, sondern auch den gescheiterten Bieterkampf um Warner Brothers verkraften muss. Die Kombination dieser Faktoren hat zu erheblichen Verunsicherungen an den Finanzmärkten geführt.

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