Rentenreform: Arbeiten bis 70, Minijobs weg, Frührente später
Rentenreform: Arbeiten bis 70, Minijobs gestrichen

Die Expertenkommission zur Rentenreform präsentiert heute offiziell ihre Pläne. BILD liegen die Details bereits vor. Die Vorschläge umfassen unter anderem die Einführung der Rente mit 70, die Abschaffung von Minijobs und eine Verschiebung des Frührentenbeginns. Ziel ist es, die gesetzliche Rente langfristig zu stabilisieren, da immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner aufkommen müssen.

Rente mit 70 und spätere Frührente

Kernpunkt der Reform ist die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre. Bisher liegt die Regelaltersgrenze bei 67 Jahren. Zudem soll die Rente mit 63 entfallen und der Zugang zur Frührente erschwert werden. Versicherte müssten dann länger arbeiten, bevor sie abschlagsfrei in den Ruhestand gehen können. Die Kommission argumentiert, dass dies notwendig sei, um die Finanzierung der Rentenkasse zu sichern.

Minijobs vor dem Aus

Ein weiterer zentraler Vorschlag ist die Streichung von Minijobs. Diese geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse sollen in reguläre sozialversicherungspflichtige Jobs umgewandelt werden. Laut Kommission entgehen der Rentenkasse durch Minijobs jährlich Milliardenbeiträge. Arbeitgeber müssten dann für diese Stellen volle Sozialabgaben zahlen, was die Rentenversicherung entlasten würde.

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Was die Reform für verschiedene Altersgruppen bedeutet

Die Pläne haben unterschiedliche Auswirkungen je nach Alter. Jüngere Arbeitnehmer müssten bis 70 arbeiten, während ältere Jahrgänge möglicherweise von Übergangsregelungen profitieren. Die Kommission empfiehlt zudem eine Erhöhung der Beiträge zur Rentenversicherung. Ein Sprecher der Kommission erklärte: „Ohne diese Maßnahmen wäre das Rentenniveau nicht zu halten. Wir müssen jetzt handeln, um die Generationengerechtigkeit zu wahren.“

Reaktionen und Ausblick

Die Reformpläne stoßen auf gemischte Reaktionen. Gewerkschaften kritiszen die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, während Arbeitgeberverbände die Vorschläge als notwendigen Schritt begrüßen. Die Bundesregierung wird voraussichtlich im Herbst über die Umsetzung entscheiden. BILD bietet mit einem interaktiven Rechner die Möglichkeit, die persönlichen Auswirkungen für jedes Alter zu berechnen.

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