Messi-Doppelpack entscheidet WM-Spiel
Österreich hat sein zweites WM-Vorrundenspiel gegen Argentinien in Dallas mit 0:2 verloren. Superstar Lionel Messi (38) war erneut der gefeierte Held und erzielte beide Tore. Mit nun 18 WM-Treffern übernahm er die alleinige Führung in der ewigen Torschützenliste der Weltmeisterschaften und übertraf damit den bisherigen Rekord von Miroslav Klose. Doch eine umstrittene Szene in der 38. Minute überschattete den argentinischen Sieg.
Foul vor dem Führungstreffer? Rangnick kritisiert Schiedsrichter
In der Entstehung des argentinischen Führungstreffers wurde Österreichs Bundesliga-Star Xaver Schlager (RB Leipzig) in einem Zweikampf zu Fall gebracht. Argentinien gewann dadurch den Ball, schaltete schnell um und vollendete den Angriff durch Messis erstes Tor zum 1:0. Schlager lag noch am Boden, während die Argentinier jubelten. Österreichs Trainer Ralf Rangnick zeigte sich nach der Partie äußerst unzufrieden mit der Entscheidung von Schiedsrichter Omar (Ägypten), das Spiel weiterlaufen zu lassen.
„Beim ersten Tor hätte ich mir gewünscht, dass der Schiri genau das getan hätte, was er auch vor dem Elfmeter gemacht hat – sich die Szene noch einmal anzuschauen. Wenn man das getan hätte, hätte man das gesehen, was jeder gesehen hat. Das ist ein klares Problem, das wir jetzt haben“, sagte Rangnick auf der Pressekonferenz. Er kritisierte zudem die fehlende Intervention des Video-Assistenten (VAR): „Ich kann noch ein paar Mal wiederholen, was ich nicht verstehe. Wenn ich schon die Möglichkeit des VAR habe, warum ich ihn dann nicht auch einsetze. Das ist ein klares Foul an Xaver Schlager. Aber er hat leider nicht den Mut gehabt, das dem Schiedsrichter zu sagen. Das ist dann wirklich nur schwer zu verstehen.“
Rangnick: VAR wird nicht richtig genutzt
Rangnick, der sich seit 15 Jahren für den Einsatz der Videotechnologie starkmacht, zeigte sich enttäuscht über die mangelnde Nutzung: „Ich war einer der ersten Trainer, vor 15 Jahren schon, der sich für den Einsatz dieser Technologie starkgemacht hat. Aber dann muss ich ihn auch nutzen. Ich würde mal so sagen: Mindestens 80 Prozent von Ihnen, die sich diese Szene nochmal anschauen, würden sagen, dass es ein klares Foul ist.“
Die Niederlage bedeutet für Österreich eine schwere Ausgangslage in der Gruppe. Nach dem 0:2 gegen Argentinien sind die Chancen auf ein Weiterkommen gesunken. Messi hingegen feierte mit seiner One-Man-Show einen historischen Meilenstein. Der 38-Jährige zeigte sich in Topform und ließ die argentinischen Fans jubeln. Die Diskussionen um die Schiedsrichterleistung werden jedoch noch länger nachhallen.



