Die World Series of Poker (WSOP) erlebt eine historische Premiere: Zum ersten Mal kämpfen Vater und Sohn gleichzeitig um den prestigeträchtigen Titel im 10.000-Dollar-Main-Event. Paul Mizrachi (21), Sohn des amtierenden Champions Michael Mizrachi (45), feierte am ersten Tag ein beeindruckendes Debüt. Mit 197.200 Chips sicherte er sich mehr als das Dreifache eines Start-Stacks und zeigte Nervenstärke.
Paul Mizrachi: „Besser gespielt als erwartet“
„Das war echt super“, sagte der jüngere Mizrachi gegenüber PokerNews, nachdem er erstmals Chips in einen Bag gepackt hatte. „Ich habe besser gespielt, als ich erwartet hatte.“ Dabei war er vor dem Turnier alles andere als entspannt. Sein kurzer Auftritt beim Super Main Event auf den Bahamas im Dezember 2025 – er schied nach nur zwei Stunden aus – hatte tiefe Spuren hinterlassen. „Ich hatte Angst, dass mir das alles wieder passieren würde“, gestand er.
Die ganze Mizrachi-Familie am Tisch
Paul ist jedoch nicht allein. Seine Onkel Eric, Daniel und Robert spielten ebenfalls mit, ebenso wie sein Großvater Ezra. Und natürlich Vater Michael „The Grinder“ Mizrachi. Der neunfache Bracelet-Gewinner und kürzlich in die Poker Hall of Fame aufgenommene Titelverteidiger (gewann im Sommer 2025 10 Millionen Dollar) baute seinen bescheidenen Stack von 73.000 auf 202.500 Chips aus. Damit hat er gute Chancen, als erster Spieler seit Johnny Chan das Main Event zweimal in Folge zu gewinnen – Chan gelang dies 1987 und 1988.
Ein Duell der Generationen
Obwohl es noch früh im Turnier ist, deutet sich ein spannendes Vater-Sohn-Duell an. Paul Mizrachi will nach seinem verheißungsvollen Start heute am zweiten Tag nachlegen. Kurios: Nicht nur die Mizrachis sind als Vater-Sohn-Gespann dabei. Auch Poker-Legende Phil Hellmuth spielt mit seinem Sohn Philip III. Allerdings hat Philip III weniger Chips, während Papa Phil noch gut im Turnier ist.
Die WSOP Main Event 2026 in Las Vegas verspricht also nicht nur Rekordpreisgelder, sondern auch emotionale Familiengeschichten. Ob Paul Mizrachi den Erfolg seines Vaters wiederholen kann, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der erste Tag war ein voller Erfolg für den 21-Jährigen.



