Tuchel lobt sich selbst für Kanes Bayern-Transfer: Gegen Zweifler durchgesetzt
Tuchel lobt sich für Kanes Bayern-Transfer

England-Nationaltrainer Thomas Tuchel hat sich nach dem 3:2-Sieg im WM-Achtelfinale gegen Mexiko selbst für den Transfer von Super-Stürmer Harry Kane zum FC Bayern gelobt. Der 52-Jährige behauptete, dass er bis zum 100-Millionen-Euro-Wechsel im August 2023 gegen interne Widerstände in München ankämpfen musste. „Er ist ein einmaliger Spieler mit fantastischem Charakter. In meiner Zeit als Bayern-Trainer habe ich sehr dafür gekämpft, dass er kommt. Ich musste mich gegen einige Zweifler durchsetzen“, sagte Tuchel nach der Partie in Mexiko-Stadt.

Interne Widerstände oder Einstimmigkeit?

Die Aussagen des Ex-Bayern-Trainers überraschen, denn bislang war nichts über interne Zweifel vor dem Kane-Transfer bekannt. Die sportlichen Entscheider in der nach dem Aus von Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic einberufenen Transfer-Task-Force waren alle für den Transfer. Daher können nur Mitglieder des Aufsichtsrats um Präsident Herbert Hainer, Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge gemeint sein. Laut BILD-Informationen hatten die Bayern-Bosse jedoch das Gefühl, dass Tuchel lieber Declan Rice verpflichtet hätte. Der Wunsch nach einem „Holding Six“ wurde dem Coach verwehrt, weil der Kane-Kauf Priorität hatte und Rice zu teuer erschien.

Tuchels Rolle in den Verhandlungen

Fakt ist: Tuchel war entscheidend in die Verhandlungen mit Kane involviert. Bereits bei seinem Amtsantritt im März 2023 gab er grünes Licht für die Verpflichtung und lockte Kane mit mehreren Telefonaten und Besuchen in London. Im November 2025 verriet Kane: „Tuchel war der Hauptgrund, warum ich überhaupt zu Bayern gewechselt bin. Ich liebe seine Energie und wie er spielen will.“ In 45 Spielen unter Tuchel erzielte Kane 44 Tore und gab zwölf Vorlagen, blieb aber in der Saison 2023/24 titellos.

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Kanes Entwicklung unter Kompany

Nach Tuchels Abgang holte Kane unter Vincent Kompany die Meisterschaft und gewann zuletzt das Double. In der abgelaufenen Saison glänzte er mit 61 Treffern und sieben Assists in 51 Einsätzen. Kompany entwickelte Kane vom mitspielenden Knipser zum Super-Stürmer, der auch als Spielgestalter im Mittelfeld oder aus der eigenen Hälfte mit Pässen begeistert. Tuchel schreibt sich selbst einen wichtigen Anteil an der Form seines Leaders zu: „Heute bin ich sehr glücklich für Harry, dass ich das getan habe. Er ist in ein Umfeld gekommen, in dem man gewinnen will und auch gewinnt. So kann er aktuell die besten Momente seiner Karriere erleben.“

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