Stroll kritisiert Formel 1: „Grundlegende Schwächen“
Stroll: „Formel 1 macht keinen Spaß mehr“

Wenn er mal laut wird, muss einiges im Argen liegen. Normalerweise ist Lance Stroll (27) einer der ruhigeren Formel-1-Fahrer. Seine Medienrunden sind selten spektakulär, auf Pressekonferenzen gibt er sich maulfaul und lümmelt dabei gerne auf dem Sofa herum. Doch rund um das Rennen in Miami am Sonntag (22 Uhr, Sky live, Liveticker bei BILD.de) platzte dem Kanadier der Kragen.

Stroll attackiert die neuen Regeln

Als es um die neuen Regeln der Formel 1 geht, sagt der Aston-Martin-Pilot: „Im Moment gibt es grundlegende Schwächen. Es macht gerade nicht besonders viel Spaß, Formel 1 zu fahren. In der Pause bin ich andere Autos gefahren, habe auch Formel-3-Autos getestet – und ich kann sagen, es macht tausend Mal mehr Spaß, diese Autos zu fahren.“ Unter anderem fuhr Stroll, der wegen Problemen am Aston Martin in dieser Saison noch kein Rennen beendet hat, Mitte April in der GT World Challenge Europe in Frankreich.

Stroll greift die Formel 1 an

Stroll greift die Formel 1 an – obwohl der Motorsport-Weltverband Fia gerade vor diesem Wochenende einige der neuen Regeln schon wieder etwas abgeschwächt hat. Auch auf Anregung der Fahrer. Aber er steht mit seiner Kritik nicht alleine. Vielen gehen die Änderungen nicht weit genug. Formel-1-Veteran Sergio Pérez (36/Cadillac) sagt zu BILD: „Die Formel 1 macht weniger Spaß als früher. Jetzt werden die Regeln ja ein bisschen geändert, weil wir Fahrer das so wollten. Aber die Verantwortlichen müssen uns noch besser zuhören, es gibt noch weitere Dinge, die wir ändern wollen.“

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Verstappen und Hamilton schließen sich an

Der lauteste Kritiker ist Max Verstappen (28). Der Vierfach-Weltmeister liegt auf einer Linie mit seinen Kollegen, sagt in Miami: „Es macht mir im Moment keinen Spaß, dieses Auto zu fahren.“ Der Red-Bull-Pilot hatte in den letzten Wochen immer mal wieder laut über ein mögliches Karriere-Ende nachgedacht. Rekord-Weltmeister Lewis Hamilton (41/Ferrari) fordert unterdessen mehr Mitspracherecht der Fahrer. Sein einfacher Appell an Fia und Formel 1: „Redet mit uns!“

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