Ex-Honeywell-Sparte Solstice plant Fusion mit Element Solutions
Solstice und Element Solutions vor milliardenschwerer Fusion

Nur ein Jahr nach der Abspaltung von Honeywell steht Solstice Advanced Materials offenbar vor einer milliardenschweren Fusion. Das Unternehmen verhandelt einem Bericht der „Financial Times“ zufolge mit dem Konkurrenten Element Solutions über einen Zusammenschluss. Durch die Fusion könnte ein Spezialchemiekonzern mit einem Unternehmenswert von rund 27 Milliarden Dollar entstehen.

Einigung noch in dieser Woche möglich

Laut der Zeitung, die sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft, könnte eine Einigung noch in dieser Woche erzielt werden. Allerdings sei noch kein bindender Vertrag unterzeichnet, sodass die Gespräche auch scheitern könnten. Die Transaktion soll überwiegend durch Aktien finanziert werden, zusätzlich ist ein Baranteil vorgesehen.

Solstice könnte bei dem Deal von seiner starken Kursentwicklung seit der Abspaltung profitieren. Die Aktie des Unternehmens hat seitdem um 75 Prozent zugelegt, was dem Unternehmen zuletzt einen Börsenwert von 12,7 Milliarden Dollar verschaffte.

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Stärkere Positionierung im Markt für moderne Materialien

Ein Zusammenschluss mit Element Solutions würde Solstice insbesondere im Markt für moderne Materialien stärker positionieren. Solstice produziert unter anderem Polymere, Spezialflüssigkeiten und Prozessmaterialien für die Industrie. Element Solutions ist dagegen auf Werkstoffe für Elektronik, Halbleiter und die Automobilindustrie spezialisiert.

Element Solutions hatte im April auf eine robuste Nachfrage aus dem „High-End-Elektronikmarkt“ verwiesen. Der Nettoumsatz im ersten Quartal stieg demnach um 41 Prozent auf 840 Millionen Dollar. Die Aktie des Unternehmens legte binnen eines Jahres um 77 Prozent zu; die Marktkapitalisierung liegt bei 10,6 Milliarden Dollar.

Unternehmen äußern sich nicht

Beide Unternehmen wollten sich auf Anfrage zunächst nicht äußern. Solstice-Chef David Sewell hatte Investoren allerdings bereits im Februar signalisiert, dass weitere Übernahmen „durchaus eine Option“ seien. Mit der Fusion würde ein neuer Branchenriese entstehen, der in der Spezialchemiebranche eine bedeutende Rolle spielen könnte.

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