In der Hitze von Miami hat sich Formel-1-Weltmeister Lando Norris den Sieg im Sprint gesichert. Der Polesetter aus dem McLaren-Team untermauerte nach fünf Wochen Rennpause den Aufschwung seines Rennstalls und sammelte acht Punkte ein. Norris, der bereits 2024 seinen ersten Grand-Prix-Erfolg in Miami gefeiert hatte, zeigte auch im Sprint 2025 eine starke Leistung und ließ seinem Teamkollegen Oscar Piastri keine Chance. Charles Leclerc im Ferrari belegte nach 19 Runden über 100 Kilometer den dritten Platz.
Strafe gegen Antonelli
Der Monegasse Leclerc profitierte von einer Fünf-Sekunden-Strafe gegen den WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli, der mehrfach unerlaubt die Strecke verlassen hatte. Der Italiener, der von Position zwei gestartet war, hatte bereits den Start verpatzt und musste sich im Mercedes mit Rang sechs begnügen. „Es ist schön, wieder ganz oben zu stehen, auch wenn es nur der Sprint ist“, sagte Norris über Funk vor der Qualifikation für den Grand Prix am Sonntag. „Es ist ein guter Start ins Wochenende.“
Zweikampf Hamilton gegen Verstappen
Während Norris bei 50 Grad Streckentemperatur souverän seine Runden drehte, lieferten sich weiter hinten Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Ferrari und der viermalige Red-Bull-Champion Max Verstappen einen intensiven Zweikampf. Verstappen, der über Bremsprobleme klagte, verteidigte am Ende seine Position vor Hamilton und wurde Fünfter. Der Engländer Hamilton sicherte sich als Siebter zumindest noch zwei Punkte.
Hülkenberg scheidet aus
Für Nico Hülkenberg war der Sprint bereits vor dem Erlöschen der roten Ampeln beendet. Auf dem Weg in die Startaufstellung qualmte es aus seinem Audi, dann schlugen Flammen aus dem Heck. Nichts ging mehr. Hülkenberg musste seinen Wagen in Kurve 17 abstellen. Audi erlebte mit dem K.o. für den Deutschen die nächste Enttäuschung. „Wir hatten schon in der Box Probleme, dachten aber, es wäre geklärt“, berichtete Allan McNish, der in Miami seine Premiere als Renndirektor des deutschen Werksteams erlebte. Mit vor der Brust verschränkten Armen und grimmiger Miene verfolgte Hülkenberg aus der Garage das Geschehen auf dem Asphalt.
Gedenkminute für Zanardi
Vor dem Sprint hielt die Formel 1 inne. Die Motorsport-Königsklasse gedachte mit einer Schweigeminute des ehemaligen Formel-1-Piloten und späteren Parasportlers Alex Zanardi. Der Italiener, der bei einem Rennunfall auf dem Lausitzring 2001 beide Beine verloren hatte, starb am Freitagabend im Alter von 59 Jahren. „Er hat gezeigt, dass das Leben, auch wenn es einen herausfordert, nicht darüber entscheiden muss, wer man ist“, kondolierte Mercedes-Teamchef Toto Wolff dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit.



