Mercedes-Gewinn bricht um 17 Prozent ein: Autokrise trifft Stuttgarter
Mercedes-Gewinn bricht um 17 Prozent ein

Stuttgart – Der Gewinn von Mercedes-Benz ist in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 um 17,2 Prozent gesunken. Wie der Stuttgarter Autobauer am Mittwoch mitteilte, fiel das Konzernergebnis von 1,73 Milliarden Euro im Vorjahresquartal auf nunmehr 1,43 Milliarden Euro. Damit setzt sich die Krise in der Automobilbranche auch bei dem deutschen Premiumhersteller fort.

Umsatzrückgang und schwächere Nachfrage

Der Umsatz von Mercedes-Benz ging im ersten Quartal ebenfalls zurück, wenn auch weniger stark als der Gewinn. Das Unternehmen führt die Entwicklung auf eine schwächere Nachfrage in wichtigen Märkten wie China und Europa zurück. Zudem belasten höhere Kosten für Rohstoffe und die Umstellung auf Elektromobilität die Bilanz. Die Sparte Mercedes-Benz Cars verzeichnete einen operativen Gewinnrückgang von rund 20 Prozent, während die Transporter-Sparte stabil blieb.

Kostensenkungsprogramm zeigt erste Wirkung

Mercedes-Chef Ola Källenius betonte, dass das laufende Kostensenkungsprogramm erste Erfolge zeige, aber noch nicht ausreiche, um die Gewinnrückgänge vollständig zu kompensieren. Das Unternehmen plant, in den kommenden Jahren weitere Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich zu realisieren. Gleichzeitig soll das Angebot an vollelektrischen Fahrzeugen ausgebaut werden, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Die Aktie von Mercedes-Benz reagierte negativ auf die Nachricht und verlor im frühen Handel rund drei Prozent. Analysten zeigten sich enttäuscht, da die Erwartungen bereits niedrig waren. Einige Experten sehen jedoch Potenzial für eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte, falls die Nachfrage in China wieder anzieht.

Die gesamte Automobilbranche leidet unter strukturellen Herausforderungen: hohe Investitionen in E-Mobilität, Lieferkettenprobleme und ein intensiver Wettbewerb, insbesondere aus China. Mercedes-Benz will mit neuen Modellen und einer effizienteren Produktion gegensteuern.

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