Beim Hamburger SV hat Florian Krüger das letzte Wort bei Transfers. Der 30-jährige ehemalige Bundesliga-Profi ist seit Januar als Sportvorstand tätig und verantwortlich für die Kaderplanung des Zweitligisten. Dies berichtet die „Bild“-Zeitung.
Krüger: Keine externen Berater mehr
Krüger habe sich durchgesetzt und sei nun der alleinige Entscheider bei Neuverpflichtungen und Abgängen. Zuvor hatten externe Berater wie Michael Mutzel oder Ralf Minge ein gewichtiges Wort mitgesprochen. „Ich bin derjenige, der am Ende die Verantwortung trägt“, wird Krüger zitiert. „Das ist mir wichtig.“
Neue Struktur beim HSV
Der HSV hatte die Führungsstruktur im Januar umgebaut. Krüger löste Jonas Boldt als Sportvorstand ab. Boldt war zuvor für die sportlichen Entscheidungen zuständig, musste aber häufig Kompromisse mit anderen Gremien eingehen. Krüger hingegen genießt das volle Vertrauen des Vorstands und des Aufsichtsrats.
Erste Erfolge unter Krüger
Seit Krügers Amtsübernahme hat der HSV drei Winter-Neuzugänge verpflichtet: Mittelfeldspieler Immanuel Pherai, Stürmer Ransford-Yeboah Königsdörffer und Abwehrspieler Guilherme Ramos. Zudem wurde der Vertrag mit Torjäger Robert Glatzel verlängert. „Wir haben klare Vorstellungen, wie wir den Kader weiterentwickeln wollen“, sagt Krüger.
Kritik an Vorgänger Boldt
Unter Boldt hatte der HSV in den vergangenen Jahren viele Transfers getätigt, die nicht den gewünschten Erfolg brachten. So wurden Spieler wie Sonny Kittel, Bakery Jatta oder Aaron Hunt verpflichtet, die nicht immer überzeugten. Krüger will nun mehr auf junge, entwicklungsfähige Spieler setzen und das Scouting verbessern.
Ausblick: HSV will in die Bundesliga
Der HSV strebt den Wiederaufstieg in die Bundesliga an. Aktuell belegt das Team von Trainer Tim Walter den dritten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga. „Wir wollen den Kader so zusammenstellen, dass wir langfristig erfolgreich sind“, betont Krüger. „Dazu gehört auch, dass wir Spieler abgeben, wenn es für den Verein sinnvoll ist.“



