Der deutsche Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg (38) hat die Ernennung von Allan McNish zum neuen Racing Director bei Audi begrüßt. „Eine sehr passende Rolle. Ich freue mich darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten“, sagte der Emmericher am Donnerstag in Miami. „Er ist schon sehr lange bei der Marke Audi, von Anfang an bei uns im F1-Projekt und im Team dabei.“
McNish übernimmt nach Wheatleys Abgang
Im März hatte Teamchef Jonathan Wheatley den deutschen Rennstall „aus persönlichen Gründen“ nach nur zwei Saisonrennen verlassen. Nun soll der Brite McNish in seiner Rolle direkt an Mattia Binotto, den Leiter des Formel-1-Projekts, berichten. Der Italiener bleibt weiterhin auch Teamchef, nachdem er nach Wheatleys Abschied eingesprungen war.
McNish arbeitete für Audi bereits in verschiedenen Führungspositionen im Motorsport, zuletzt leitete er das Fahrer-Entwicklungsprogramm und wird diese Rolle auch weiterhin ausfüllen. Als Racing Director wird er künftig die Koordination aller Aktivitäten an der Strecke verantworten, darunter das Fahrermanagement und die Rennstrategie. Der 56-Jährige war in der Saison 2002 selbst in der Formel 1 aktiv, seine großen Erfolge feierte er aber auf der Langstrecke, gewann unter anderem dreimal die 24 Stunden von Le Mans.
Hülkenberg jagt erste Punkte in Miami
Hülkenberg will in Florida endlich seine ersten WM-Punkte der Saison holen. Mit dem Sprint am Samstag (18.00 Uhr MESZ) und dem Großen Preis von Miami am Sonntag (22.00 MESZ/beides Sky) bieten sich dem 38-Jährigen gleich mehrere Chancen. „Sprints sind immer anstrengend und hektisch“, sagte Hülkenberg. „Aber die Hoffnung ist, konkurrenzfähig zu sein, hier und da ein paar Punkte herauszuholen, wo immer es möglich ist. Einfach das ganze Wochenende optimal zu nutzen.“
Die Anpassungen im Reglement für das Qualifying und Rennen sieht Hülkenberg positiv. „Das war gute Arbeit“, sagte der Deutsche. Das Wochenende sei nun „ein kleiner Neustart für alle, um auf der Strecke wieder zu lernen, wie es ist“.



