Köln – In der 72. Minute des Rhein-Derbys in Köln wechselte Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand (54) beim Stand von 2:0 für seine Mannschaft gleich drei neue Spieler ein. Darunter war auch der Argentinier Ezequiel „Equi“ Fernández (23), um den es zuletzt viel Wirbel unter dem Bayer-Kreuz gegeben hatte. Die Partie endete 2:1 für Leverkusen.
Der Eklat um Fernández
BILD hatte am Tag vor dem Köln-Spiel enthüllt, dass der Mittelfeldspieler beim 1:0-Sieg am 11. April in Dortmund in der 90. Minute die Einwechslung verweigerte. Die kurze Spielzeit empfand er als Beleidigung. Anschließend soll er Rückenprobleme als Grund angeführt haben, wie der Kicker berichtet. Dies änderte jedoch nichts daran, dass Fernández für das Spiel gegen Augsburg aus dem Kader gestrichen wurde. Leverkusen unterlag ohne ihn mit 1:2. Im Pokal-Halbfinale gegen die Bayern (0:2) durfte der Sommer-Einkauf schon wieder zurückkehren. Gegen den FC Köln kam er in der heißen Schlussphase zum Einsatz.
Hjulmands Erklärung
Nach dem Sieg in Köln sagte Hjulmand über den Fernández-Eklat: „Es war eine disziplinarische Situation. Wir haben darüber gesprochen. Ich habe sehr viel mit Equi gesprochen. Manchmal ist es auch eine Kulturfrage, eine Frage des Verständnisses. Es war normal, dass es eine Konsequenz geben würde, deshalb stand er in einem Spiel nicht im Kader. Er weiß Bescheid. Die richtige Antwort war, dass er in den Kader zurückgekommen ist. Das ist die Situation.“ Für den Trainer ist die heikle Angelegenheit damit erledigt.
Comebacks nach Verletzungen
Neben Fernández gaben zwei weitere Spieler ihr Comeback nach Verletzungen: Der Brasilianer Arthur (23) spielte erstmals wieder seit seinem am 28. Februar 2026 beim 1:1 gegen Mainz erlittenen Syndesmoseriss. Für den Marokkaner Eliesse Ben Seghir (20) endete eine noch längere Ausfallzeit. Er hatte zuletzt im Bundesliga-Hinspiel in Augsburg (0:2 am 6.12.2025) für 29 Minuten auf dem Platz gestanden. Beim Afrika-Cup zog er sich eine schwere Sprunggelenksverletzung zu.



