Nach fast zwei Jahrzehnten an der Spitze des 1. FC Heidenheim hat Trainer Frank Schmidt (52) erstmals seinen Abschied nach dem Vertragsende im Jahr 2027 in Aussicht gestellt. Gegenüber dem Hamburger Abendblatt erklärte der 52-Jährige: „Ich werde bald in meiner 20. Saison am Stück beim FCH sein, was mein mutmaßlich letztes Jahr als Trainer in Heidenheim ist.“ Diese Ankündigung markiert das Ende einer Ära für den Verein, den Schmidt seit September 2007 betreut.
Keine vorzeitige Trennung im Sommer
Am Samstag steht für Schmidts Mannschaft das Kellerduell gegen den FC St. Pauli an (15.30 Uhr, Sky und bild.de im Live-Ticker). Der Tabellenletzte Heidenheim könnte bei einer Niederlage gegen den 16. der Tabelle als erster Absteiger der Bundesliga-Saison feststehen. Trotz der sportlichen Krise schließt Schmidt einen vorzeitigen Abschied aus: „Natürlich habe ich auch mal darüber nachgedacht, aufzuhören. Wenn die sportlichen Ergebnisse fehlen, wäre es komisch, sich nicht selbst zu hinterfragen.“ Die Vereinsführung unterstützt diesen Kurs.
Schmidt: „Habe Antrieb, etwas Gutes zu schaffen“
Der Langzeittrainer betonte seine Verbundenheit zum Klub: „Wenn die Unterstützung aber vorhanden ist, bin ich keiner, der wegläuft. Weder im Erfolgsfall – was ich hätte tun können, um den nächsten Schritt zu gehen – noch in der aktuellen Situation.“ Mit Blick auf die kommende Saison fügte er hinzu: „Ich habe den Antrieb, kommende Saison in meinem 20. und letzten Vertragsjahr etwas Gutes zu schaffen – was auch immer das dann sein mag.“
Schmidts Erfolgsgeschichte in Heidenheim
Frank Schmidt übernahm den Klub aus der Kleinstadt im September 2007 zunächst als Interimstrainer, wurde später fest verpflichtet und führte die Schwaben sensationell in die Bundesliga. Seit dem 17. September 2023 ist er der dienstälteste Trainer im deutschen Profifußball und löste damit Volker Finke (75) ab, der von 1991 bis 2007 beim SC Freiburg tätig war. Schmidt hat den Verein nachhaltig geprägt und steht für Kontinuität und Bodenständigkeit.



