In einem spektakulären Manöver hat das größte Kreuzfahrtschiff der Welt, die „Icon of the Seas“ von Royal Caribbean, die Brücke am Großen Belt in Dänemark passiert. Mit nur wenigen Zentimetern Spielraum unter dem Brückenbauwerk gelang dem Gigant der Durchgang.
Zentimeterarbeit unter der Brücke
Das Schiff, das mit einer Höhe von 365 Metern über dem Kiel und einer Breite von 48 Metern zu den größten der Welt zählt, musste den Kopf einziehen. Die Durchfahrtshöhe der Brücke beträgt lediglich 65 Meter, was für das Kreuzfahrtschiff eine knappe Angelegenheit darstellte. Die Crew hatte die Passagiere vorab über das Manöver informiert, das als „Limbo unter der Brücke“ bezeichnet wurde.
Die „Icon of the Seas“ ist ein neues Flaggschiff von Royal Caribbean und bietet Platz für über 7.000 Passagiere. Sie ist mit zahlreichen Freizeiteinrichtungen wie Wasserparks, Einkaufszentren und Theatern ausgestattet.
Hintergrund des Manövers
Die Durchfahrt unter der Brücke am Großen Belt ist für große Schiffe eine besondere Herausforderung. Die Brücke verbindet die dänischen Inseln Seeland und Fünen und ist eine der wichtigsten Verkehrsadern des Landes. Die „Icon of the Seas“ war auf dem Weg zur Jungfernfahrt in die Ostsee.
Ein Sprecher von Royal Caribbean erklärte: „Die Passage erforderte höchste Präzision und war ein Beweis für die Fähigkeiten unserer Crew. Wir sind stolz darauf, dass alles reibungslos verlief.“
Auswirkungen auf die Schifffahrt
Das Ereignis zeigt die Grenzen der Infrastruktur für moderne Kreuzfahrtschiffe. Immer größere Schiffe stoßen an die Kapazitätsgrenzen von Häfen und Wasserstraßen. Experten fordern daher Anpassungen der Infrastruktur, um den wachsenden Schiffsgrößen gerecht zu werden.



